8. März Demo: Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!

8. MÄRZ INTERNATIONALER FRAUENKAMPFTAG
KEINE LAGER FÜR FRAUEN! ALLE LAGER ABSCHAFFEN!
16:30 Uhr Rathaus Babelsberg – Rudolf-Breitscheid-Straße/Karl-Liebknecht-Straße

Mit FrauenLesbenTrans* Block
Solidarische Männer sind außerhalb des FLT*-Blocks willkommen


Der 8. März wird seit 1911 international als Kampftag für die Interessen der Frauen gegen Unterdrückung, sexuelle Gewalt und Krieg, für das Frauenwahlrecht, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, für Gleichberechtigung und gegen Kapitalismus und Rassismus verstanden. Auch heute noch verdienen FrauenLesbenTrans* weniger als Männer und verrichten den Großteil unentlohnter Tätigkeiten. Wir fordern nicht nur gleichen Lohn, sondern kämpfen zugleich für die Abschaffung kapitalistischer Arbeitsverhältnisse sowie sexistischer und rassistischer Arbeitsaufteilung, die auf Ausbeutung und Ungleichheit basieren und diese permanent reproduzieren. Die Verhältnisse sind noch lange nicht so, wie sie sein sollten, weder in der deutschen Gesellschaft noch weltweit. Wir wollen in diesem Jahr mit einer Demonstration in Potsdam gegen diese bestehenden Machtverhältnisse und insbesondere gegen die unerträglichen Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen protestieren.

An vielen Orten in ganz Deutschland wehren wir uns mit Streiks und Protesten gegen unerträgliche Lebensbedingungen. Das Asylbewerberleistungsgesetz schreibt fest, dass wir in Deutschland unter schlechten Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, von Sachleistungen der Behörden abhängig gemacht werden, keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung haben und gezwungen sind, mit weniger Geld als dem ALG-II-Satz auszukommen. Gleichzeitig wird uns das Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit durch die so genannte „Residenzpflicht“ aberkannt. Diese und weitere rassistische Sondergesetze bilden gemeinsam die rechtliche Grundlage für Unterdrückung, Isolation und sozialen Ausschluss.
In Brandenburg leben wir mit unseren Kinder über Jahre hinweg in „Sammelunterkünften“ in der Regel auf engstem Raum zusammengepfercht (die Mindeststandards der Landesregierung sehen sechs Quadratmeter pro Person vor) ohne Privatsphäre oder die Möglichkeit, unsere Lebensgestaltung selbst in die Hand zu nehmen. Die lagerähnlichen Unterkünfte liegen oft außerhalb der Ortschaften. In der gesellschaftlichen Isolation werden wir, die Frauen, schutzlos und häufig Opfer von sexuellen Belästigungen oder Vergewaltigungen. Wir leiden unter den schlechten hygienischen Bedingungen und der Perspektivlosigkeit unserer Kinder.

Wir fordern:
Keine Lager für Frauen! Lager abschaffen, Wohnungen für alle!
Keine Unterdrückung, sei es aufgrund von Geschlecht, Aussehen, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung oder Mobilitätseinschränkungen!
Durchsetzung gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit! Verbot jeglicher prekärer Beschäftigung!

Kommt alle, seid laut, bunt, kreativ und kämpferisch!

Unterzeichner_innen:
-Women in Exile (WIE) ist eine Gruppe von Flüchtlingsfrauen und ehemaligen Flüchtlingsfrauen, die sich mit den Flüchtlingsproblematiken aus der Sicht von Frauen identifizieren und Gesetze bekämpfen, die gegen Emanzipation von Frauen und Kindern gerichtet sind. 2011 startete WIE sisters and friends die Kampagne „Keine Lager für Frauen. Alle Lager abschaffen!“
-[a] antifaschistische linke potsdam
- Antisexistische Aktion Potsdam* (ASAP*)
-Revolutionärer Sozialistischer Bund/4.Internationale