Berliner Senat stellt 275 Wohnungen bereit

„Flüchtlinge kriegen eigene Bude“ taz, 23. März 2011

Die landeseigenen Wohnungsunternehmen stellen 275 Wohnungen für Flüchtlinge bereit, das geschieht nach langen Gesprächen mit dem Senat. Grüne sagen: zu wenig. (…)
Der Flüchtlingsrat begrüßte, dass nach den langen Verhandlungen eine Einigung erzielt wurde. Man müsse aber aufs Konkrete schauen, betonte Sprecherin Martina Mauer. „Wo liegen diese Wohnungen? Wie funktioniert die Vermietung?“ Zudem seien 275 Wohnungen zu wenig. „Ziel sollten Wohnungen für alle Flüchtlinge sein, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Mauer. Deswegen müssten private Mietabschlüsse erleichtert werden, mit verbindlichen Übernahmen von Mieten und Kautionen durch den Senat.
Auch die flüchtlingspolitische Grünen-Sprecherin Canan Bayram nannte die Zahl „bescheiden“ – im Vergleich zu den 270.000 Wohnungen in Landeshand. „Insgesamt ist es aber ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung.“ Bayram appellierte, dass daraus eine echte strukturelle Veränderung, nicht nur ein Wahlkampfzug werde.