Archiv für September 2012

Aufruf zur Begleitung des Protestmarschs der Flüchtlinge in Brandenburg

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Foto: Mahdiyeh Tayefeh Kalhori

Am Sonntag, 30. September überschreitet der Flüchtlingsprotestmarsch die Landesgrenze zu Brandenburg und wird über Belzig, Brück und Potsdam verlaufen. Der Flüchtlingsrat Brandenburg ruft alle dazu auf, den Protestmarsch der Flüchtlinge zu unterstützen und nach Möglichkeit ein Teil des Weges zu begleiten.
Hier die Stationen:
30.09. Klein Marzehns (mehr…)

25.09.2012 Berliner Zeitung: Berlin sucht Unterkünfte für Asylbewerber

25.09.2012 Berliner Zeitung: Berlin sucht Unterkünfte für Asylbewerber

Angesichts einer sprunghaft gestiegenen Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern sucht das Landesamt für Gesundheit und Soziales dringend Unterkünfte für sie. Die Behörde habe die Kirche um Hilfe gebeten, berichtet die «Berliner Morgenpost» (Dienstag). Die Wohncontainer an der Spandauer Motardstraße, die längst außer Betrieb genommen werden sollten, seien überbelegt. Auch im Übergangswohnheim Marienfelde werden immer mehr Flüchtlinge untergebracht. 3900 Asylbewerber – die meisten kommen momentan aus Syrien, Serbien und Mazedonien – leben in Berlin, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Flüchtlinge soll sich im Winter weiter erhöhen.

In Berlin leben so viele Flüchtlinge wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Unterkünfte sind längst überbelegt. Leer stehende Krankenhäuser und Hostels könnten eine Lösung sein. (mehr…)

24.09. Veranstaltung zum Flüchtlingsmarsch

Die Asylstreik-Bewegung Würzburg-Berlin. Infos und Diskussion über Unterstützungsmöglichkeiten.
24.9. Bandito Rosso, Lottumstr. 10a, Berlin-Mitte
21 Uhr

Aus den harten Kämpfen der hungerstreikenden Flüchtlinge in Würzburg gingen ein Protestmarsch und eine Bustour hervor, die am 8. September starteten und nach Berlin führen. Damit demonstrieren die Aktivist_innen für einen menschenwürdigen Aufenthaltsstatus in Deutschland und für die Abschaffung von Lagern, Gutscheinen und Residenzpflicht. Sie werden Anfang Oktober in Berlin ankommen. Hier haben Aktivist_innen aus Würzburg das Protestcamp am Heinrichplatz errichtet und arbeiten am Aufbau eines zweiten Camps. Das „Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg“ will mit AktivistInnen vom Heinrichplatz über den Protestverlauf informieren und mit euch über Unterstützungsmöglichkeiten diskutieren.

(Keine) Wohnungen für Flüchtlinge in Berlin: Tausende müssen in Lagern unterkommen!

MieterInnen können sich vielfältig Aufmerksamkeit gegen ihre Verdrängung in abgelegene Quartiere und gegen die Profite vonWohnungseigentümerInnen verschaffen. Andere Bevölkerungsgruppen, wie die der Flüchtlinge, werden noch stärker vom angespannten Wohnungsmarkt eingeschränkt und haben ungleich weniger Macht ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Sie finden derzeit in ganz Berlin keine eigene Wohnung mehr und müssen, zumeist über viele Jahre, in Sammellagern unterkommen. In Berlin existieren mittlerweile 17 solcher Einrichtungen mit knapp 4.000 BewohnerInnen. Tendenz steigend (siehe Grafik vom Landesamt für Gesundheit und Soziales).

Die Verdrängung und Segregation auf dem Berliner Wohnungsmarkt war und ist eine Konstante. Die Aufwertung und Beliebtheit bestimmter Stadtteile ermöglicht der Wohnungswirtschaft immer höhere Mieten zu verlangen. Der Mietzins steigt unabhängig von den Kosten der EigentümerInnen oder dem Standard der Wohnung. Gesetzlichen Hürden oder politische Steuerungsmechanismen existieren allenfalls unzureichend. Ein politischer Wille des Berliner Senats, MieterInneninteressen zu schützen, ist nicht erkennbar. Ein Aufhalten dieses Prozesses ist nicht in Sicht.

So weit, so schlecht. Doch was bedeutet die „angespannte“ Mietensituation für die Unterbringung von Flüchtlingen? (mehr…)

Protestmarsch und Asylstreik Würzburg-Berlin unterstützen!

Actions und tägliche Berichterstattung gegen Ausgrenzung und deutsche Zustände sind jetzt möglich und gefragt

Am 8. September starteten die Würzburger AsylstreikerInnen ihren Protestmarsch gegen Unterdrückung, Lagerpolitik, Residenzpflicht und Gutscheine. Ein Bus der AktivistInnen brach zu einer großen Tour auf, die
über die großen Städte im Rheinland führt und dann über Braunschweig/ Magdeburg den Weg nach Berlin nimmt. Zugleich ging ein Fußmarsch von Würzburg los, der auch über kleinere Ortschaften führt und über Thüringen und Brandenburg nach Berlin kommt.
Auf dem Protestmarsch werden mehr TeilnehmerInnen in den Lagern mobilisiert, und wird eine Medienöffentlichkeit für die menschenunwürdigen Bedingungen Asylsuchender hierzulande geweckt.

Die täglichen Ereignisse des Protests und Möglichkeiten, sich in den Protestweg einzuklingen oder auf andere Weise Unterstützung zu geben, können im Internet verfolgt werden unter:
http://asylstrikeberlin.wordpress.com
http://refugeetentaction.net
http://thecaravan.org
(mehr…)

Lagerbetreiber AWO: Positionen und Handlungsempfehlungen

Die AWO Bundesgeschäftsstelle hat im August „Positionen und Empfehlungen zur Unterbringung von Flüchtlingen“ herausgegeben. Offensichtlich sollen damit die Kreisverbände auf Linie gebracht werden. Denn die Unterbringung in den AWO-Flüchtlingsunterkünften (u.a. Spandauer Motardstraße) ist alles andere als menschenwürdig. Dennoch fast die Handreichung ganz gut zusammen was sich von der AWO zu wünschen wäre.

http://www.awo-ww.de/mastercms1/awofiles/Meldungen/2012/Stutzki/Dateien/awo_positionen_und_empfehlungen_zur_unterbringung_von_fluechtlingen.pdf