Archiv für Oktober 2012

„Plötzlich da“ – Notunterkunft in Prenzlauer Berg

29.10.12 Prenzlauer Berg Nachrichten
Plötzlich da

Seit zwei Wochen wird in Prenzlauer Berg eine Notunterkunft für 150 Asylbewerber aufgebaut. Zur Sicherheit bleibt die Adresse geheim. Bewohnern droht ständig die Abschiebung.
Wenn ein gelber Umschlag mit der Post kommt, und so einer kommt fast täglich, würde sich Yvonne Lieske am liebsten verkriechen. Stattdessen aber ist es ihre Aufgabe, den Heimbewohnern zu übersetzen, was da steht. In einer halben Stunde wird es wieder so weit sein, das weiß sie in dem Moment, in dem sie die Tür öffnet zu Zimmer 208. Ein altes Ehepaar sitzt da am Tisch. Die Frau hat einen Brief in der Hand und lächelt unsicher in Richtung Lieske. Der Mann schaut fragend. Sie beide wissen nicht, was gelbe Umschläge bedeuten, gleich werden sie es wissen. Gelb verpackt die Bundesrepublik Deutschland die Nachricht, dass ein Antrag auf Asyl abgelehnt ist. Das alte Ehepaar wird in den kommenden Tagen zurück Richtung Balkan geschickt. (mehr…)

„Alles Wirtschaftsflüchtlinge“: Offener Brief des Flüchtlingsrats an brandenburgs Ministerpräsident Platzeck, und Innenminister Woidke

29.10.12 Offener Brief des Flüchtlingsrats an brandenburgs Ministerpräsident Platzeck, und Innenminister Woidke

Mit großer Sorge verfolgen wir die aktuelle Debatte um angeblichen Asylmissbrauch, die insbesondere mich als ehemalige Ausländerbeauftragte und heutiges Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrates stark an die verheerende öffentliche Diskreditierung von Flüchtlingen in den 90er Jahren erinnert.
Insbesondere die Ankunft zahlreicher Roma aus Osteuropa wurde damals politisch instrumentalisiert mit dem Ziel, das Grundrecht auf Asyl massiv einzuschränken. Heute geschieht das gleiche (bei wesentlich geringeren Zahlen, nämlich einem knappen Zehntel der Asylanträge von 1992) mit dem Ziel, die Visumpflicht für Serbien und Mazedonien durchzusetzen und vermutlich auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, nachdem Asylbewerber ein Grundrecht auf das gesetzlich festgelegte Existenzminimum haben, nicht umzusetzen(1). (mehr…)

29.10.12 taz: Not in my Grünau – oder doch?

29.10.12 taz: Not in my Grünau – oder doch?

Nach Protesten gegen ein Asylbewerberheim in Grünau lud der örtliche Bürgerverein zur Infoveranstaltung. Dort pöbelten zwar manche gegen Flüchtlinge – andere aber boten ihre Hilfe an.
Mehr als 100 Flüchtlinge wohnen derzeit in einem ehemaligen Polizeigebäude in Grünau. Oder besser gesagt: Sie schlafen dort. Denn viel mehr als Betten und viel zu wenige sanitäre Einrichtungen gibt das ehemalige Bürogebäude nicht her. Vor zwei Wochen hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales diese Notunterkunft für Asylbewerber eingerichtet.
Gegen das Heim allerdings gab es Proteste in dem idyllischen Ortsteil Treptow-Köpenicks, in dem Einfamilien- und Gründerzeithäuser stehen. Der örtliche Bürgerverein, die evangelische Kirchengemeinde und die bezirkliche SPD hatten darum am Freitag zu einer Informationsversammlung in die Kirche geladen. (mehr…)

Grünau hilft! Jedenfalls einige…

Am Freitag fand in der Friedenskirche in Berlin-Grünau eine Bürgerversammlung auf Einladung der Kirchengemeinde und der Linken unter dem Motto „Grünau hilft…“statt. Rund 150 AnwohnerInnen folgten dem Aufruf um über eine neue Notunterkunft für Flüchtlinge direkt in ihrer Nachbarschaft zu diskutieren.

Trotz der Bemühungen des Podiums wurden im Publikum Ressentiments gegenüber den Flüchtlingen laut. Da wurde nach den Herkunftsländern gefragt aus denen die Flüchtlinge kommen und ob wirklich Kriegsflüchtlinge kommen und keine Sinti und Roma und andere Armutsflüchtlinge. (mehr…)

28.10.12 zeit.de: Rassistische Stimmungsmache: In Berlin sorgt nicht nur die NPD für Hetze

28.10.12 zeit.de: Rassistische Stimmungsmache: In Berlin sorgt nicht nur die NPD für Hetze

Mit vier kurzen Mini-Kundgebungen in verschiedenen Berliner Bezirken versuchte die NPD um Sebastian Schmidtke am Samstag, gegen „Ausländerkriminalität“ zu hetzen und die aktuelle Flüchtlingsdebatte weiter rassistisch aufzuladen. Dieser Versuch dürfte wenig erfolgreich gewesen sein, aber Ressentiments und Vorurteile bestimmen schon längst an vielen Orten auch ohne Neonazis die Diskussion. (mehr…)

Demo Wassmannsdorf

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200 Activists and refugees hold a rally in front of the Asylum Residence in Wassmansdorf. The shelter was attacked by Neo-Nazis a few days prior. The refugees talked to residents about their living conditions.

Morgen: Soli-Demo nach Waßmannsdorf

Solidarität mit den von Nazis angegriffenen Asylsuchenden im Lager Wassmannsdorf
DEMO am Samstag, 27.Oktober 2012 // S-BHF Schönefeld // 12.00 Uhr

Am 9.10. kam es zum wiederholten Mal zu einem rassistsichen Angriff auf die Flüchtlinge im Lager Waßmannsdorf. Mehre Scheiben wurden eingeworfen, “Rostock ist überall” an die Außenwand gesprüht. Die Flüchtlinge dort leben in Angst und zudem in unzumutbaren in den alten militärbaracken. Ein paar Tage später hat das lokale Verkersunternehmen den Fahrplan so geändert, dass die Flüchtlinge abends nur auf einem viel zu langem Weg, kompliziert durch mehrfaches Umsteigen und mit einem lagem Fußweg von der Haltestelle zum Lager kommen. Die Regierung tut nichts, um die Flüchtlinge gegen die Angriffe durch Nazis zu schützen, Bussunternehmen fahren nur auf lukrativen Strecken und die anderen Bewohner_innen von Waßmannsdorf halten sich mit Solarität mehr als zurück. Ist Rostock überall? (mehr…)

Heute: „Grünau hilft!“ Bürgerversammlung zur Notunterkunft in Grünau

In Berlin-Grünau wurde am Wochenende eine Notunterkunft für Flüchtlinge eröffnet. Diese war vorgesehen für 50 Menschen, mittlerweile befinden sich dort 107 Menschen. Die Räumlichkeiten sind für eine solche Nutzung nicht geeignet!  
Auch die Lage des Hauses ist gefährlich, denn Grünau liegt im Einzugsgebiet des NW-Berlin (Nationaler Widerstand), deren Mitglieder bereits vor ca. zwei Wochen ein Flüchtlingsheim in Waßmannsdorf (nähe Schönefeld) angegriffen haben.

Informationsveranstaltung der BVV Treptow-Köpenick
Zum Thema: Grünau hilft!
Zur Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Bürgeramt

Freitag, 26. Oktober 2012
um 20.00 Uhr Friedenskirche Grünau
Don-Ugoletti-Platz 1 (verlängerte Eibseestraße) 12527 Berlin

Mit: Matthias Schmidt, BVV Treptow-Köpenick, Minka Dott, Bürgerhaus Grünau
Angefragt: Franz Allert, Präsident des Lageso, Senat Berlin; Oliver Igel, Bürgermeister Treptow-Köpenick; Robert Schaddach, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Bleibt zu hoffen, dass weder die NPD noch die CDU diese Veranstaltung als Forum für rassistische Hetze gegen Flüchtlinge nutzen!

Ob in Grünau oder Rudow: Das Problem ist das verantwortungslose Unterbringungskonzept des Senats und die Untätigkeit der Sozialverwaltungen der Bezirke. Wohnungen statt Lager!

26.10.12 taz: Flüchtlinge stark im Kommen

26.10.12 taz: Flüchtlinge stark im Kommen
In Berlin suchen deutlich mehr Menschen Asyl als in den Vorjahren. Acht Notunterkünfte eröffnet. Opposition kritisiert „dramatisch verschlechterte“ Situation.

Nach Berlin kommen so viele Flüchtlinge wie seit Jahren nicht. 3.500 neue Asylsuchende erwartet Sozialsenator Mario Czaja (CDU) dieses Jahr. 2011 kamen noch 2.316 Flüchtlinge, 2006 waren es nur 913.
Czaja sprach am Donnerstag im Abgeordnetenhaus von einem „enormen Anstieg“. Allein im September hätten 2.316 Menschen Asyl beantragt, im gleichen Monat vor einem Jahr waren es 443. Acht Notunterkünfte mit 920 Plätzen habe man zuletzt eingerichtet. Insgesamt seien momentan 4.878 Asylbewerber in 25 Einrichtungen untergebracht. Dazu kämen 7.000 Flüchtlinge in Wohnungen. (mehr…)

Video: 25.10.12 Aktuelle Stunde zu Flüchtlingen und Asylbewerberleistungsgesetz

Ein Antrag der Oppositionsparteien im Berliner Parlament führte dazu, dass in den aktuellen Fragestellung die Situation von Flüchtlingen in Berlin am 25. Oktober ausgiebig diskutiert wurde. Es reden auf den Einzelvideos:

Elke Breitenbach (Die Linke) beschreibt die Situation von Asylbewerbern in Berlin als verzweifelt und menschenunwürdig. Sie dürften sich nicht frei bewegen, kein Geld verdienen und viele müssten in unzureichenden Gemeinschaftsunterkünften leben, weil es nicht genug Wohnungen gebe. Sie fordert den Senat auf, mehr angemessenen Wohnraum für Asylbewerber zu schaffen und die Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes zu unterstützen. Video

Ülker Radziwill (SPD) äußert „viel Sympathie“ für den Antrag der Opposition, betonte aber zugleich, dass noch Beratungen mit dem Koalitionspartner CDU notwendig seien. Sie weist darauf hin, dass sich Deutschland der Hilfe angesichts von Krisen und Not in Europa nicht verweigere. Die Demokratisierung in diesen Ländern müsse vorangetrieben und die Lebensverhältnisse „nach oben“ angepasst werden. Sie warnt davor, Ängste vor Fremden zu schüren. Video

Canan Bayram (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnet das Asylbewerberleistungsgesetz als schrecklich und findet, es müsse „begraben werden“. Asylbewerber sollten sich ihrer Meinung nach im Bundesgebiet frei bewegen und einer Arbeit nachgehen dürfen. Sie spricht sich außerdem für die Abschaffung von Abschiebegefängnissen und für bessere Unterkünfte für Asylbewerber aus. Bundesinnenminister Friedrich wirft sie „Politik auf dem Rücken der Schwächsten“ vor. Video

Robbin Juhnke (CDU)
zeigt sich dem Anliegen der Oppositionsparteien gegenüber „skeptisch“. Das Asylrecht dürfe nicht für die Einwanderung in die Sozialsysteme missbraucht werden. Der überwiegende Teil derer, der sich auf das Asylrecht berufe, habe kein Recht dazu. Bei den Asylsuchenden aus Serbien und Mazedonien tendiere er gegen Null, deshalb fordere er, die Visumsfreiheit auszusetzen. Video

Fabio Reinhardt (Piraten)
begrüßt den Antrag der Linken, über menschenwürdige Bedingungen für Asylbewerber zu sprechen. Er beschreibt die überlasteten und unzureichenden Sammelunterkünfte und kritisiert, dass für eingerichtete Notunterkünfte noch „laschere“ Kriterien gälten. Der Senat müsse Sanktionen gegenüber den Wohnungsbaugenossenschaften durchsetzen. Diese stünden in der Pflicht, mehr Wohnraum für Asylbewerber anzubieten. Video

Mario Czaja (CDU) Der Sozialsenator weist die Vorwürfe als völlig überzogen zurück und sieht keine Versäumnisse in der Asylpolitik. Die Hauptstadt meistere die Lage mit den steigenden Flüchtlingszahlen, vor allem aus Serbien und Mazedonien, besser als andere Bundesländer und Kommunen. So gebe es beispielsweise keine Obdachlosigkeit von Flüchtlingen. Rund 5.000 Betroffene seien in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Video

http://www.rbb-online.de/imparlament/berlin/25__oktober_2012/27__September_2012_-_18__Sitzung_des_Berliner_Abgeordnetenhauses.html

Veranstaltung (ppt): Lagerland Berlin

Am 18. Oktober fand im Rahmen der Interkulturellen Wochen Interkreuzhain eine Veranstaltung zum Thema „Lagerunterbringung in Berlin“ statt. Hier findet ihr die Präsentation.

18.10.12 taz: Gemeinsam gegen alles Fremde

18.10.12 taz: Gemeinsam gegen alles Fremde
In Neukölln organisiert die CDU die Wut auf ein geplantes Containerdorf für Asylbewerber – unter dem Beifall der NPD.

Erstmals seit der Wende macht eine demokratische Partei in Berlin Stimmung gegen eine Asylbewerberunterkunft: die CDU im Neuköllner Ortsteil Rudow. Dabei scheint ihr jedes Mittel recht zu sein, selbst Unterstützung durch die NPD.
Bislang ist mehr als fraglich, ob es eine solche Unterkunft in Rudow überhaupt geben wird. Aber weil Plätze für Asylbewerber äußerst knapp sind, suchen Senat und Bezirke derzeit neue Standorte – nicht nur leere Immobilien, sondern auch Grundstücke, wo „Fertigbauten wie Wohncontainer“ aufgestellt werden können, sagt Regina Kneiding, Sprecherin von Sozialsenator Mario Czaja (CDU). (mehr…)

Demo 13.10.12: Beitrag vor dem Berliner Sozialsenat

Redebeitrag vor dem Berliner Sozialsenat (Oranienstraße 106)

Berlin steckt wieder mehr Flüchtlinge in Lager!
Ein Redebeitrag vom Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg

In der Oranienstraße 106 hat die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ihren Amtssitz. Hier sitzen die Verantwortlichen für die Lagerunterbringung und für den Vollzug des Sachleistungsprinzips in Berlin. Wir sind deshalb nicht das erste Mal hier und doch hat sich die Situation unter dem neuen CDU-Senator Mario Czaja zugespitzt.
Denn unter ihm kommen wieder mehr Flüchtlinge in Lager; in menschenunwürdige Unterbringungen und in gesellschaftliche Isolation. Die Zahl der in Lagern lebenden hat sich verdoppelt. Mittlerweile gibt es 17 Lager in denen jeweils zwischen 10 und 500 Flüchtlinge untergebracht sind. Zusammen sind es momentan 3.500 Menschen, die hier so leben müssen.
Aus dem Sozialsenat heißt es seit Monaten, dass ein Unterbringungs-Notstand droht. Doch getan wird nichts. Vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Iran, Irak und Afghanistan, überfordern die Berliner Behörden angeblich so stark, dass zu Mitteln gegriffen wird, die seit zehn Jahren seltener geworden waren. Statt Flüchtlinge vorzugsweise in Wohnungen unterzubringen, wird nun die Internierung in Heime wieder zur Normalität. Das ist politisch gewollt, denn der zum Teil mehrjährige Aufenthalt, mit gleichzeitigem Arbeitsverbot, soll den Geflüchteten so unangenehm wie möglich gemacht werden. (mehr…)

Alles andere als „gesund und sozial“: 500 Geflüchtete in dürftigen Notlagern

Neuer Flyer zum Thema Notunterkünfte in Berlin auch als PDF

Im August 2003 beschloss der Berliner Senat, dass Asylbeweber_innen nun in Wohnungen statt in Lagern leben sollen – zumindest nach den ersten maximal drei Monaten, die sie sowieso immer im Erstaufnahmelager verbringen müssen. Stattdessen zeichnet sich aber eine ganz gegenteilige Entwicklung ab: In den letzten Jahren stieg die Zahl der Berliner Geflüchteten, die in Sammellagern leben, von 1.700 auf 4.000. (mehr…)

Hintergrund zur CDU-Rudow und den Anschlag auf das Lager Waßmannsdorf durch nw-berlin

Kaum ist der Protestmarsch der Flüchtlinge in Berlin angekommen nutzen RassistInnen die Gunst der Stunde. Die NPD hatte schon früh dazu aufgerufen den Marsch unterwegs anzugreifen (z.B. in Erfurt). Der Beitrag der Berliner Neonazis war eine Mini-Kundgebung in Potsdam und der Anschlag auf ein Flüchtlingslager in Waßmannsdorf. Doch auch die RechtspopulistInnen von Pro Deutschland http://berlin.vvn-bda.org/?p=2577 und die in Berlin mitregierende CDU machen mobil gegen den Streik der Flüchtlinge. Skurril, denn der Berliner Sozialsenator Mario Czaja (CDU) soll sich eigentlich um die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in Berlin kümmern.


Das Flüchtlingslager Waßmannsdorf nach dem Anschlag am 9.10.2012 (mehr…)

Demo am 13.10. / 15 Uhr / Oranienplatz

Aufrufe >>>

Wir sind Flüchtlinge aus den verschiedensten Regionen der Welt, wir alle flohen auf der Suche nach Freiheit und Menschlichkeit. Entgegen den Verheißungen fanden wir diese weder in Europa noch in Deutschland. Nach einem weiteren Selbstmord eines unserer Leidensgenossen, entschlossen wir uns, die Marginalisier-ung und Entrechtung, die der deutsche Staat für uns vorsieht, nicht mehr länger hinzunehmen.

Wir haben die Flüchtlingslager verlassen und die Essenspakete boykottiert. Wir haben die Gutscheine ignoriert und die Plätze der Städte besetzt. Seit dem 8. September befinden wir uns auf einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin, um unsere Forderungen in die Hauptstadt und damit in das politische Zentrum Deutschlands zu tragen. Mit der großen Demonstration in Berlin am 13. Oktober findet eine Etappe unseres Kampfes einen Abschluss, gleichzeitig markiert sie den Anfang einer neuen. Alle Menschen, denen das Menschsein noch etwas bedeutet, sind dazu aufgerufen, sich an diesem Tag und darüber hinaus unserem Protest anzuschließen. Setzten wir gemeinsam der Isolation, Diskriminierung und Zermürbung der Flüchtlinge ein Ende!

Abschiebestopp! Abschaffung der Residenzpflicht! Abschaffung der Flüchtlingslager!

http://asylstrikeberlin.wordpress.com

RBB-Beiträge zu Berliner Lagern

10.10.12 RBB-Abendschau
Berliner Flüchtlingsunterkünfte an der Grenze ihrer Kapazität

Fernsehbeitrag

Die Lebenssituation für Asylbewerber ist auch in Berlin äußerst angespannt. Täglich kommen etwa 50 neue Asylsuchende an, die hier auf Hilfe und Unterstützung hoffen. Doch einige Bezirke stoßen bei der Unterbringung längst an ihre Grenzen.
Wie steht es um die Unterbringung von Asylbewerbern in Berlin? Welche Möglichkeiten gibt es, die derzeitige Situation zu ändern? Fragen hierzu an unseren Gast im Studio: Franz Allert, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.

10.10.12 RBB-Klartext
Wohin mit den Flüchtlingen?

Fernsehbeitrag

Asylbewerber in Berlin werden demnächst in leerstehenden Schulen und ehemaligen Gefängnissen wohnen. Offenbar hat das Land völlig verschlafen, dass die Zahlen der Asylbewerber seit Jahren wieder steigen. Allein in diesem Jahr sind schon knapp 2500 Flüchtlinge neu nach Berlin gekommen. Sie treffen auf überfüllte Heime, Kinder bekommen keine Ausbildungs-, Kita- und Schulplätze. Die Politik schaut zu, ohne aktiv zu werden. (mehr…)

CDU und Nazis zusammen gegen Flüchtlings-Lager in Südberlin

In der Nacht zu Dienstag gegen 1:30 Uhr wurde das Flüchtlingslager in Waßmannsdorf, Landkreis Dahme-Spreewald von Nazis mit Steinen angegriffen. Es wurde der Zaun, der das Kasernengelände umgibt, zerschnitten, Fenster und eine Tür mit Steinen eingeworfen, Farbbeutel geschmissen, ein Hakenkreuz und der Spruch “Rostock ist überall” gesprüht. (Infos von vor Ort) Es wurde niemand verletzt. Der Staatsschutz ermittelt.

Waßmannsdorf ist ein Ortsteil von Schönefeld, der unmittelbar an den Berliner Stadtteil Rudow grenzt. Dort lud die CDU für Dienstagabend wegen einer geplanten Notunterkunft für neuankommende Flüchtlinge zu einer Bürgerversammlung ein. Dabei ging es um Containerunterkünfte auf einem Grundstück in Rudow, das angeblich als Schulstandort für eine neu zu bauende große Gesamtschule vorgesehen war. An der Veranstaltung „Asylbewerberheim in Rudow?“ in der Gaststätte „Steckenpferd (Ostburger Weg 1, 12355 Berlin-Rudow) nahmen für die CDU Hans-Christian Hausmann, Daniel Dobberke, Klaus-Peter Mahlo und Gerrit Kringel teil. Im Publikum waren auch NPDler aus Rudow. Der Anschlag auf das nahe Heim in Waßmannsdorf dürfte also kein Zufall sein.

Artikel
Angriff auf Flüchtlingsheim
„NW-Berlin“ – Anschlagsserie auf Asylbewerberheim und linke Einrichtungen

Artikel: „Am Rand der Gesellschaft. 600 km zu Fuß gegen rassistische Sondergesetze“

Artikel: Am Rand der Gesellschaft. 600 km zu Fuß gegen rassistische Sondergesetze
in: 74 Jahre nach der Reichspogromnacht – Broschüre zur Gedenkdemo am 9. November in Berlin-Moabit

Einen Monat lang waren rund 50 Flüchtlinge und UnterstützerInnen aus dem bayerischen Würzburg zu Fuß nach Berlin unterwegs, um hier gegen ihre menschenunwürdige Situation zu protestieren. Vorangegangen waren seit Mitte März öffentliche Streiks in provisorischen Camps in Aub, Bamberg, Berlin, Düsseldorf, Regensburg, Osnabrück, Nürnberg und Würzburg. (mehr…)

8.10.12 Berliner Zeitung: Der Asylkonflikt schwelt

Täglich kommen etwa 50 neue Asylbewerber nach Berlin. Einige Bezirke sind mit der Aufnahme überfordert. Lichtenberg ist außergewöhnlich stark bei der Unterbringung von Asylsuchenden eingespannt.


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Brandenburger Flüchtlinge in Solidarität mit dem „Refugee Protest March to Berlin“

Am 4. Oktober kommt der Protestmarsch von Flüchtlingen aus Bayern in Potsdam an- auf ihrem Weg dorthin, wo die Gesetze, die sie knechten, gemacht werden. Wir wollen diesen entschlossenen KämpferInnen einen würdigen Empfang bereiten.Wir, Flüchtlinge aus Brandenburg solidarisch mit dem Protestmarsch nach Berlin, nehmen wir landspezifische Aktionen vor um zu dieser Welle von massiver Mißbilligung und Bestreitung der Asylpolitik in Brandenburg und in Deutschland im allgemeinen beizutragen.In dieser Hinsicht,beabsichtigen wir die folgenden Aktionen durchzuführen:

am 4.Oktober 2012, organisieren wir eine Pressekonferenz in Dortustraße 47 , 14467 Potsdam am Sitz von Refugees Emancipation ab 11 Uhr um die heutige und reelle Lage der Flüchtlingen im Land Brandenburg darzulegen und unsere Beanspruchungen herauszustellen.

am 5. Oktober 2012, um 10 Uhr, reichen wir ein schriftliches und ausführliches Memorandum an das Parlament des Landes BRANDENBURG ein, das die unterschiedlichen Ungerechtigkeiten und Unregelmäßigkeiten der Asylpolitik in unserem Bundesland lediglich und in Deutschland im allgemeinen unterstreicht und nehmen wir aktiv an der allgemeinen Demonstration teil.

Women in Exile, FIBB, Migrants World, Refugees Emancipation