Archiv für März 2013

28.03.2013 Kein herzliches Willkommen

28.03.2013 taz: Kein herzliches Willkommen

Im Mai soll ein Asylbewerberheim in Berlin-Wittenau öffnen. Die Bürger haben viele Vorurteile und äußern sie ungeniert.

Wenn im Mai Asylbewerber in ein ehemaliges Pflegeheim im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau ziehen, wird ihnen von Seiten ihrer Nachbarn ein eisiger Wind entgegenwehen. Das wurde am Dienstagabend auf einer Bürgerversammlung im Rathaus des Bezirks klar. Dort hatte die AWO gemeinsam mit Vertretern von Land und Bezirk ihr Konzept für das Heim für 220 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge vorgestellt. Rollstuhlfahrer und Rentner sollen dort einziehen, schwangere Frauen und traumatisierte Mütter, weil das Gebäude des ehemaligen Pflegeheimes dazu die Bedingungen bietet. Und weil Berlin dringend Unterkünfte gerade für solche Asylbewerber sucht. (mehr…)

26.03.2013 RBB: Berlin sucht weiter Unterkünfte für Asylbewerber

26.03.2013 RBB: Berlin sucht weiter Unterkünfte für Asylbewerber

Berlin sucht weiter nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber. Die bisherigen Kapazitäten sind nach Angaben des Senats aufgrund gestiegener Asylbewerberzahlen erschöpft.
„Wir sind täglich in Gesprächen mit Bezirken über neue Not- und Gemeinschaftsunterkünfte“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales am Dienstag. Die derzeit rund 5.300 Plätze seien mit 120 Menschen bereits überbelegt. (mehr…)

27.03.2013 taz: Schlafplatz auf den Gängen

27.03.2013 taz: Schlafplatz auf den Gängen
Die Zahl der Asylbewerber in Berlin liegt deutlich höher als in den Vorjahren. Viele Unterkünfte sind überbelegt – und werden wohl trotzdem bald geschlossen.

Franz Allert hat einen der schwierigsten Jobs in Berlin. Er muss für die Unterbringung von Asylbewerbern sorgen, oft gegen erbitterten Widerstand der Bezirke. In diesem Jahr ist die Situation so angespannt wie selten zuvor. 5.400 Flüchtlinge wohnen derzeit in Wohnheimen, die längst überbelegt sind. „In der Motardstraße in Spandau schlafen die Bewohner zum Teil auf den Gängen“, berichtet Allert, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. (mehr…)

Morgen Reinickendorf: Anwohnerveranstaltung zur Sammelunterkunft

Am Dienstag, 26. März findet in Reinickendorf eine Informationsveranstaltung der AWO zur geplanten Eröffnung einer neuen Sammelunterkunft für Flüchtlinge in einem ehem. Seniorenheim statt.


Rentner demonstrieren gegen ihren Umzug

Gegen diese Pläne für eine neue Sammelunterkunft gibt es massiven Widerstand seitens einer von CDU-Mann Ulrich Brinsa angeführten Bürgerinitiative. Es steht zu befürchten, dass Mitglieder der Bürgerinitiative die Informationsveranstaltung als Plattform für ihre
rassistische Hetze gegen Flüchtlinge nutzen.

Dienstag, 26. März 2013, 17.30 Uhr, Ernst-Reuter-Saal im Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239, 13439 Berlin.

Artikel dazu im Nordberliner

22.03.2013 taz: Roma-Wohnheim stößt auf Kritik

22.03.2013 taz: Roma-Wohnheim stößt auf Kritik

Opposition und Verbände halten wenig vom Vorschlag der Integrationsbeauftragten Lüke. Sie hatte in der taz eine Obdachlosenunterkunft für Roma-Familien gefordert.

Die Oppositionsparteien und Verbände reagieren kritisch auf die Ankündigung der Integrationsbeauftragten Monika Lüke, ein Obdachlosenheim für Roma-Familien einzurichten. Der Flüchtlingsrat sowie die Roma-Selbstorganisation Amaro Foro halten den Ansatz sogar für grundsätzlich falsch: „Was wir brauchen, sind keine Heime für Roma, sondern eine funktionierende Wohnungspolitik“, sagte Georg Classen vom Flüchtlingsrat der taz. (mehr…)

21.03.2013 RBB: Czaja will Flüchtlinge in Reinickendorf unterbringen

21.03.2013 RBB: Czaja will Flüchtlinge in Reinickendorf unterbringen

Der Berliner Senat hält an seinem Plan fest, in einem Heim der Arbeitwohlfahrt im Bezirk Reinickendorf Asylbewerber unterzubringen. Bis zu 221 Flüchtlinge und Asylbewerber sollen dort wohnen können.
Die Bemühungen um Verständigung mit dem Bezirksamt dauerten aber noch an, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Deshalb könne er auch noch keinen Termin für die Eröffnung ennen. Ziel sei es, die Diskussion über die Bedenken und Ängste einiger Anwohner und Kommunalpolitiker zu versachlichen.
Czaja ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass die Unterbringung der wachsenden Zahl von Asylbewerbern gerecht auf die Bezirke verteilt werden müsse. Wenn es zu keiner einvernehmlichen Lösung mit dem Bezirksamt Reinickendorf komme, werde die Frage auf Senatsebene geklärt. Derzeit sind in dem AWO-Heim Pflegebedürftige untergebracht. Die Einrichtung ist aber nicht ausgelastet. (mehr…)

21.03.2013 taz: Wohnen ist das Problem

21.03.2013 taz: Wohnen ist das Problem

Im Rahmen des „Aktionsplans Roma“ will Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke zur Notaufnahme ein Wohnheim für obdachlose Familien einrichten.

Der Senat plant offenbar die Einrichtung eines Wohnheims für obdachlose Roma-Familien. Die Integrationsbeauftragte des Senats, Monika Lüke, erklärte gegenüber der taz, sie setze sich für eine solche Notaufnahmestelle ein. „Es gibt derzeit kaum Möglichkeiten, Familien unterzubringen, die obdachlos geworden sind“, sagte sie. Zwar seien von Obdachlosigkeit „nicht nur Roma betroffen, aber diese besonders häufig“. Und das Problem werde zunehmen, wenn ab 2014 die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänien und Bulgarien in Kraft tritt. (mehr…)

campaign 2013: fight racism now!


Fight Racism Now! is a nationwide campaign of leftist initiatives, marking the 20th anniversary of the abolishment of the constitutional right of asylum and the Solingen arson attack. Racism is not a marginal problem, but a normality in a society based on competition and global exploitation. We solidarize with the ongoing refugee protests. For May 25th, we call for a central demonstration in Berlin. Afterwards we will keep an eye on the federal elections campaign.

>>> fightracismnow.net <<<

Fight Racism Now! ist eine bundesweite Kampagne zum doppelten Jahrestag: 20 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl und 20 Jahre Mordanschlag von Solingen. Rassismus ist kein Randphänomen, sondern Alltag in einer Gesellschaft, die auf Konkurrenz und weltweiter Ausbeutung beruht. Wir solidarisieren und mit den laufenden Protesten der Geflüchteten. Für den 25. Mai 2013 rufen wir bundesweit zu einer Demonstration in Berlin auf. Danach werden wir den Bundestagswahlkampf kritisch begleiten.

23.03.2013: Refugees Demo in Berlin

09.03.2013 Tagesspiegel: „Frauen wollen raus aus Asylheimen“

09.03.2013 Tagesspiegel: „Frauen wollen raus aus Asylheimen“
Flüchtlinge beklagen Übergriffe von Männern

Vier Jahre lebte sie in einem Asylbewerberheim. Vier Jahre lang fühlte sie sich dort ständig unsicher. „Als allein stehende Frau ist man da nur eine Art sexuelles Objekt“, sagt Grace Njoki (Name geändert). „Es vergeht kein Tag, an dem Männer nicht an Brüste und Hintern der Frauen fassen.“ Aber vor allem hatte sie Angst vor jenem Mitbewohner, der versucht hatte, sie einige Monate nach ihrer Ankunft mit einer Schlaftablette in ihrem Getränk zu betäuben – um sie zu vergewaltigen, sagt die 36-jährige Kenianerin: „Ich war nicht die Einzige, bei der er das versucht hat. Die Sicherheitsleute im Heim wussten das, wollten aber nicht, dass ich ihn anzeige. (mehr…)