Neues aus Charlottenburg: Unterschriftenlisten immer unbeliebter + Ini „Willkommen in Westend“ gegründet

Als Reaktion auf Gespräche wurde bei Getränke Hoffmann die Unterschriftenliste gegen die Unterkunft nach Protest entfernt. Die Marketing-Leiterin der Getränke Hoffmann GmbH hat sich mittlerweile für den Aushang bzw. die Auslage der Unterschriftenliste entschuldigt. Nicht wegen des Inhalts der Unterschriftenliste bzw. des Plakats, sondern weil es generell und besonders ab jetzt unerwünscht sei, Auslagen von Dritten zu gestatten. Es wurden, zumindest bis Ende Mai immer noch Unterschriften gesammelt und schon 80 abgegeben.

Der Betreiber des Cafes „My Cottage“ hatte – ebenfalls erst nach Protesten einzelner – am 2. Juni seine Gegendarstellung zu der rassistischen Bürgerinitiative-Plakat ins Fenster gehängt – einen Tag später hing nichts mehr und auch die Unterschriftenliste scheint ebenfalls weg zu sein.

Und Mittwoch ist es soweit: Dem offensichtlichen Informationsdefizit in der Bürgerschaft Charlottenburgs soll mit einer Anwohnerversammlung des Lagerbetreibers GIERSO in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt, begegnet werden. Vermutlich gilt es an diesem Abend mit einigen (rassistischen) Vorurteilen aufzuräumen. Weitgehender Unkenntnis über die – nicht vorhandene – Problematik mit der neuen AnwohnerInnenschaft könnte mit Argumenten begegnet werden. Das ist zumindest die Hoffnung der neu gegründeten Initiative „Willkommen in Westend“.

Presseartikel
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-31573/gerne-aber-nicht-bei-mir-fluechtlinge-sind-als-nachbarn-unerwuenscht-das-ist-doch-ein-intaktes-wohngebiet_aid_1002892.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-31573/gerne-aber-nicht-bei-mir-fluechtlinge-sind-als-nachbarn-unerwuenscht_aid_1002889.html

http://www.n-tv.de/politik/Fluechtlinge-in-Charlottenburg-unerwuenscht-article10737486.html