Eisenwatch.. Eisenhüttenstadt in der Kritik

Der neue Blog Lagerwatcheisen (Netzwerk gegen Abhsciebungen und Abschiebeknast Eisenhüttenstadt) berichtet über die unmenschlichen Bedingungen, den Hungerstreik und die tägliche Entwicklung im Abschiebeknast Eisenhüttenstadt.

+++ Hungerstreik wird von 8 Flüchtlingen weitergeführt, davon 3 im trockenen Hungerstreik +++ 2 Tuberkulosefälle +++ Kriminalisierung des Grundrechts auf Asyl in Deutschland muss aufhören! +++ Montag – 14.07.2013
- keine Gewaltenteilung in Eisenhüttenstadt, „legaler Menschenhandel“ zur Flüchtlingsabwehr
- Amtsgericht, Ausländerbehörde, Polizei und BOSS arbeiten zusammen, um das rassistische Tagesgeschäft fortzuführen, keine Transparenz, keine Kontrolle
- 3 Personen im trockenen Hungerstreik (2 seit Sonntag, 1 seit Freitag)
- 5 Personen im Hungerstreik seit Freitag
- John (Nigeria) und Gigi (Georgien) haben abgebrochen
- 2 Personen haben nach eigenen Aussagen Tuberkulose, keine Behandlung durch Arzt
- weiterhin keine unabhängige medizinische und psychtraumatische Versorgung
- Gigi Grigalashvili Medizin: Risperidon(Schizophrenie-Behandlung), Annahme nach persönlichem Kontakt, dass die Zurückführung in den Abschiebegewahrsam unter medizinischen Gesichtpunkten unvertretbar
- Gigi, in Georgien politisch aktiv, von Behörden verfolgt, Freund gefoltert von Polizei, September 2012
www.lagerwatcheisen.blogsport.de

Demo 19.07.2013 um 14:00: Eisenhüttenstadt. Abschiebemachinerie stoppen! Solidarität mit den hungerstreikenden Geflüchteten!

Gemeinsame Zugfahrt von Berlin: Treffen um 12 Uhr am Ostbahnhof, Gleis 1, Abfahrt um 12.31 Uhr. Vom Bahnhof geht es dann gemeinsam zur Startkundgebung am Asyllager.

Seit Freitag befinden sich acht im Abschiebeknast inhaftierte Geflüchtete im Hungerstreik, ein Teil davon zusätzlich im Durststreik. Geflüchtete, die nach Eisenhüttenstadt kommen, werden systematisch kriminalisiert, isoliert, zum Verschwinden gebracht, abgeschoben und misshandelt. Wir möchten alle Akteur_innen der Eisenhüttenstädter Abschiebemaschinerie öffentlich unter Druck setzen. Am Dienstag, 16.07.13, errichteten Refugees und Unterstuetzer_innen aus Berlin und Brandenburg ein Informations- und Solidaritätszelt vor den Toren des Lagers.
Skandalöse Bedingungnen für Geflüchtete müssen offengelegt werden! Wir wollen mit den Geflüchteten in einen dauerhaften Kontakt treten, um
Isolation zu brechen und fehlende unterstützende Infrastruktur auf- und auszubauen und sie in ihren Forderungen unterstützen.

Wir fordern den Stop aller Abschiebungen, die Schließung des Abschiebeknastes in Eisenhüttenstadt sowie ausreichende unabhängige rechtliche und medizinische Versorgung!