Postkartenkampagne gegen Containerlager Potsdam

Topaktuelle 4 Postkartenmotive gegen die Wohncontainer, die Potsdam zur Unterbringung von Flüchtlingen einrichten will!

Kommt alle zur Mietenstopp-Demo in Potsdam am Samstag, 17. August, 16 Uhr, Platz der Einheit. Auch die Containerlager werden dort mitthematisiert.

Die Stadt Potsdam plant ab Anfang 2014 Flüchtlinge in einem Industriegebiet im Stadtteil Drewitz unterzubringen. Dort sollen sie in provisorisch eingerichteten Containern leben. Die Stadt will sich durch den Billigbau der Verantwortung für bezahlbaren Wohnungraum entledigen und sozial schlechter gestellte Bevölkerungsteile aus der Stadt verbannen. Statt für Wohnungsbau zu sorgen, werden Stadtschloss, Garnisonskirche und hochpreisige Wohnungen gebaut. Nebenbei werden Flüchtlinge verstärkt in Sammelunterkünften gepfercht. Die Einrichtung von Containern ist dabei nur ein Bestandteil einer Sozialpolitik, die sich nicht mehr fragt, was sie geflüchteten Menschen zumutet. Sammelunterkünfte isolieren und machen krank. Diese Einsicht ist nicht neu, und doch wird an den Lagern festgehalten.
Containerlager haben an anderen Standorten bewiesen, dass sie weder temporär (viele existieren seit Jahrzehnten), noch menschenwürdig sind. Flüchtlinge sind gesellschaftlich ohnehin schon an den Rand gedrängt. Das Wohnen im Containerlager, weitab von der Bevölkerung, stigmatisiert sie zusätzlich. Infrastrukturell schlecht angebunden bleibt ihnen nur ein Leben in der Warteschleife, meist über Jahre. Dagegen protestieren Flüchtlinge seit dem letzten Jahr mit immer drastischeren Mitteln. Das Land Brandenburg reagiert auf die offensichtlichen Hilferufe genau wie die Bundesregierung mit kaltschnäuziger Toleranz.

Wir fordern eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in Potsdam. Solidarität statt schöner Worte!