Czaja baut aus: Bald mehr als 7500 Plätze n Sammelunterkünften

06.12.2013 Berliner Zeitung: 3000 neue Plätze für Flüchtlinge

Immer Flüchtlinge kommen nach Berlin. Deshalb schafft der Senat jetzt neue Unterbringungsmöglichkeiten, um zu vermeiden, dass die Asylbewerber in der Obdachlosigkeit enden. Einige Verträge sind aber noch nicht unterschriftsreif.
Für acht von 33 Flüchtlingsunterkünften in der Stadt gibt es bislang keine gültigen Verträge. Bei vier dieser Unterkünfte befinden sich die Vertragsverhandlungen allerdings in der Abschlussphase, teilte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine kleine Anfrage der Piraten-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit.
Vorrangige Zielsetzung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) sei es, Obdachlosigkeit von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu vermeiden. Dies könne im Einzelfall erfordern, ein „faktisch für die Unterbringung nutzbares Gebäude“ kurzfristig zu belegen, auch wenn die schriftliche Vereinbarung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann, hieß es weiter.
Czaja betonte, dass die sehr hohen Zuzugszahlen von Flüchtlingen das Land Berlin vor große Herausforderungen stellten. Der Sozialsenator verwies zugleich darauf, dass Berlin Anfang 2013 über 5100 Unterkunftsplätze für Flüchtlinge verfügt habe. Mittlerweile sei die Kapazität auf 7500 Plätze gestiegen. „Insgesamt wurden mehr als 3000 neue Plätze in den bestehenden und elf neuen Einrichtungen etabliert“, betonte Czaja.
Eine Vorhersage über die Anzahl von Personen, die in Berlin bis zu ihrer Weiterleitung in andere Bundesländer vorübergehend untergebracht und versorgt werden, sei dagegen nicht verlässlich möglich. „Auf diese Entwicklungen müssen wir kurzfristig reagieren können“, sagte Czaja.

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