Neue Zahlen vom BAMF:

29.01.2014 Focus: Berlins Flüchtlingsunterkünfte sind wegen des anhaltenden Zustroms weiterhin überbelegt.

Rund 8600 Asylbewerber (Stichtag: 28. Januar) durchlaufen derzeit ihr Asylverfahren in Berlin. Für sie stehen rund 8100 Plätze in 35 Unterkünften regulär bereit, wie die Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), Silvia Kostner, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa sagte. Derzeit gebe es 4 Erstaufnahmeeinrichtungen, 10 Notunterkünfte und 21 Gemeinschaftsunterkünfte. „Rund 300 Flüchtlinge haben wir in Hostels untergebracht. 200 Plätze haben wir derzeit zu wenig, da müssen vor allem die Familien in den Heimen dichter zusammenrücken. Auf dem Flur muss aber niemand schlafen“, sagte die Sprecherin. Nach wie vor kämen Hunderte Flüchtlinge pro Monat in Berlin an. Nach dem Gipfel im Oktober mit 709 sank deren Zahl auf 585 im Dezember. „Das sind aber immer noch fast doppelt so viele wie im Dezember 2012 (310)“, sagte Kostner.

Etwas Entspannung verspricht sich die Behörde von der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Neukölln, die Ende Februar mit 400 Plätzen eröffnet werden soll. Ein Möbelunternehmer hat dem Land ein Grundstück an der Späthstraße kostenlos bis Ende 2015 überlassen. Dort wurden neue Gebäude errichtet, das Land erschloss das Gelände mit Strom- und Wasserleitungen. „Das ist die erste große Gemeinschaftunterkunft für Asylbewerber in Neukölln“, sagte Kostner.
Der Mietvertrag für das Flüchtlingsheim in Charlottenburg, das an die neue BMW-Hauptstadt-Repräsentanz grenzt, ist nach Angaben der Sprecherin bis Ende des Jahres verlängert worden. Dort seien derzeit 228 Asylbewerber untergebracht. Auch in Reinickendorf sei Ende vergangenen Jahres in der Nähe des Kurt-Schumacher-Platzes eine neue Gemeinschaftsunterkunft eröffnet worden.

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