Lageso schließt Motardstraße

13.03.2014 Morgenpost: Zwei Unterkünfte für Asylbewerber werden geschlossen

Das Heim an der Motardstraße befindet sich in einem sehr schlechten Zustand und wird seinen Anforderungen so nicht mehr gerecht. Am Askanierring soll eine Notaufnahmestelle entstehen.

Die Spandauer Asylunterkünfte an der Motardstraße in Siemensstadt und im Waldschluchtpfad in Gatow werden geschlossen, erklärte das Bezirksamt Spandau nach Gesprächen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo).
Die 600 Flüchtlinge aus dem Heim an der Motardstraße, einer Erstaufnahmestation, die für nur 400 Menschen gedacht ist, würden in wenigen Wochen nach Lichtenberg in das Corvus-Haus umgesiedelt, das bald fertiggestellt sein soll. Der Mietvertrag mit dem Eigentümer Osram läuft an der Motardstraße aus. „Vor allem aber ist das Heim in sehr schlechtem Zustand und entspricht nicht mehr den Anforderungen an ein Flüchtlingsheim“, so die Sprecherin des LaGeSo, Silvia Kostner.
Im Waldschluchtpfad, einer Mischung aus Erstaufnahme und Notunterkunft, wohnen 442 Menschen. Sie sollen in zwei ehemaligen Kasernengebäuden an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße untergebracht werden, die noch durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) angemietet werden müssen. Außer den beiden Standorten gibt es in Spandau noch zwei Asylunterkünfte, am Askanierring und an der Staakener Straße. Das Heim am Askanierring mit 174 Bewohnern wird laut Bezirksamt künftig eine Erstaufnahme, in der Menschen drei Monate lang versorgt werden.
Der Standort Staakener Straße mit 100 Bewohnern soll eine Gemeinschaftsunterkunft werden. Zurzeit leben in Berlin 8401 Flüchtlinge in 36 Heimen und 555 zusätzlich in Hostels und Pensionen. Die Heimkapazität liegt eigentlich bei 8373 Menschen.

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