Archiv für August 2014

Senat gibt Geld für Deutschkurs

Gerade mal 300.000 Euro will der Senat jährlich für die Deutschkurse der rund 12.000 Flüchtlinge ausgeben.

In Hellersdorf wurde die Meldung frenetisch gefeiert: „Das heißt auf deutsch: Willkommen!“

Aus der AWO Erstaufnahmestelle in Lichtenberg wird im Deutschlandradio über die Kurse für Kinder berichtet: http://www.deutschlandfunk.de/bildung-sommerschule-fuer-fluechtlinge.680.de.html?dram:article_id=295001

21.08.2014 Morgenpost

In diesem und im kommenden Jahr stellt die Senatsverwaltung für Arbeit, Frauen und Integration jeweils 300.000 Euro zur Verfügung, damit Deutschkurse für Flüchtlinge an der Volkshochschule (VHS) stattfinden können. Ein Kursus habe am vergangenen Montag begonnen, der nächste werde im September beginnen, sagte Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke). Ein dritter Kurs sei in Vorbereitung. Die räumlichen Möglichkeiten der VHS seien allerdings ausgeschöpft. Deshalb prüfe man jetzt mehrere Optionen für andere Orte.

http://www.morgenpost.de/bezirke/marzahn-hellersdorf/article131466600/Fluechtlinge-600-000-Euro-fuer-Deutschkurse.html

CDU Brandenburg fordert: Unterkunft für Flüchtlinge auch in Privathaushalten

25.8.2014 Berliner Zeitung
Unterkunft für Flüchtlinge auch in Privathaushalten

Martin Patzelt, CDU-Bundestagsabgeordnete in Brandenburg, meint: Auch Privathaushalte können Flüchtlinge aufnehmen. Er selbst habe im letzten Jahr für zwei Tage nigerianische Flüchtlinge bei sich beherbergt. (mehr…)

Die Randlage im Blick

Neben der längeren Reportage von DPA aus der letzten Woche, haben nun auch andere Medien in Hellersdorf recherchiert und setzen die Aktionswoche ab heute in den Mittelpunkt.

25.08.2014 TAZ
Die Randlage im Blick

Ein Jahr nach den rechten Protesten gegen Flüchtlinge in Hellersdorf ist die Lage ruhiger, aber nicht entspannt. Heute startet eine Aktionswoche gegen Rassismus. (mehr…)

Hellersdorf: „Relative Normalität“

18.08.2014 Lichtenberg-Marzahn-Plus
„Relative Normalität“

Es ist ruhig an diesem Vormittag rund um die Carola-Neher-Straße 65. Im ehemaligen Max-Reinhardt-Gymnasium, inzwischen ein Flüchtlingsheim mit rund 400 Bewohnern aus vielen Teilen der Welt, spielen Kinder auf dem Hof, sie fahren Roller oder bemalen mit Kreide das Pflaster. Erwachsene kommen mit Einkaufstüten aus nahegelegenen Supermärkten zurück. Auf den Balkons der Wohnhäuser gegenüber sind Sommerblumen und Tomatenpflanzen zu sehen und kaum ein Mensch. Ein junger Mann führt seinen Hund Gassi, ein Radler strampelt eilig vorbei. Ein ganz normaler Vormittag in einer ruhigen Wohngegend. (mehr…)

Lager in Lichterfeld eröffnet

16.08.2014 Berliner Abendblatt
Erster Einzug in Flüchtlingsheim. Ehemaliges Fabrikgebäude jetzt eröffnet

Nach lang andauernden Schwierigkeiten konnte das Flüchtlingsheim an der Goerzallee 307 in Lichterfelde eröffnet werden. Die erste Familie konnte endlich einziehen. Insgesamt bietet das Flüchtlingsheim Platz für bis zu 200 Menschen. Vor allem politische Flüchtlinge werden in der neuen Unterkunft beherbergt. Das Heim benötigt dringend Sachspenden für die Neuankömmlinge. Vor allem Kleider, Spielsachen und Schul­utensilien. Spenden können täglich zwischen 8 und 17 Uhr im Flüchtlingsheim abgegeben werden.

http://www.abendblatt-berlin.de/2014/08/16/erster-einzug-in-fluechtlingsheim/

Kasernen als Flüchtlingsheime

14.08.2014 Berliner Zeitung
Kasernen als Flüchtlingsheime

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber in Deutschland steigt. Doch Wohnraum ist knapp, die Mieten hoch. Entwicklungshilfeminister Gerd Müller fordert, die Vertriebenen auch in leerstehenden Kasernen der Bundeswehr unterzubringen. (mehr…)

1 Jahr Hellersdorf: Presse und Aktionswoche

Ein Jahr nach dem Bezug der Flüchtlingsunterkunft in Hellersdorf schauen einige Presseartikel genauer hin. Auch ein antirassistisches Bündnis will Ende August in einer „Aktionswoche gegen Rassismus und Ausgrenzung“ mit Workshps, Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und einer Demo auf die aktuelle Lage in Hellersdorf aufmerksam machen. Programm unter: http://randgestalten.blogsport.de/aktionswoche/

14.08.2014 Epoch Times
Deutschland: „Alles gut“ – Wie es Flüchtlingen aus Syrien in Berliner Plattenbausiedlung geht

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Berlin. Viele von ihnen haben Schreckliches hinter sich. Wie willkommen sind sie in der deutschen Hauptstadt? Eine Spurensuche in Hellersdorf, wo Rechte vor einem Jahr Stimmung gegen die Fremden machten. (mehr…)

Kritik an Neuköllner Unterkunft wird aufgenommen

12.08.2014 Taz
Nur kaltes Wasser
Bewohner beschweren sich über Mängel in Neuköllner Unterkunft

Der Linke-Abgeordnete Hakan Tas kam unangekündigt. Aufgrund eines anonymen Berichts über massive Mängel in der Flüchtlingsunterkunft Haarlemer Straße in Neukölln stattete er dem Heim am vergangenen Freitag einen Besuch ab. In dem Bericht von Ende Juli hieß es, Leitungen der Brandschutzanlage hingen lose von der Decke, Kabel an Elektroherden seien verbrannt, in Behindertentoiletten befände sich Schimmel und Notschalter würden fehlen. Der Bericht macht vor allem Profitinteressen des Betreibers Pewobe für die Situation verantwortlich. (mehr…)

Rassistische Bürgerwehr in Eisenhüttenstadt

11.08.2014 TAZ
Engagement und Selbstjustiz

BÜRGERWEHR In Eisenhüttenstadt wollen die Leute auf eigene Faust Kriminelle bekämpfen. Die Bürgermeisterin warnt davor und bringt die Initiatoren mit der Polizei zusammen (mehr…)

Erstaufnahme Kaiserdamm für Unterstützer nicht gerade einfach

11.08.2014 Berliner Woche
Anwohner begrüßen Flüchtlinge mit offenen Armen

Als sich Anfang des Jahres ein Flüchtlingsheim der AWO am Kaiserdamm niederließ, hörte man im Klausenerplatz-Kiez statt Protesten ein freundliches Hallo. Rasch bot eine Gruppe engagierter Anwohner Hilfe an, knüpfte ein Band der Freundschaft zu den Bewohnern. Doch nun beginnt ihre Arbeit wieder bei Null. (mehr…)

RBB: Sommerinterview mit Sozialsenator Czaja

Zu dem Jahresbericht des LAGeSo hat der RBB nun auch ausführlicher den zuständigen Senator befragt. Der will „Leichtbau“-Häuser für Flüchtlinge errichten. Der RBB denkt an Wohnungen, Czaja meint aber provisorische Gemeinschaftsunterkünfte.

Wohnungsneubau auch für Flüchtlinge
Ebenfalls Thema im LAGeSo-Jahresbericht: Erstmals haben sich im Juli mehr als 1.000 Flüchtlinge in Berlin gemeldet, so viele wie seit 15 Jahren nicht. Derzeit sind alle Flüchtlinge über die Gesundheits- und Sozialverwaltung in verschiedenen Heimen untergebracht, ist Czaja zufrieden. „Uns gelingt das ohne Oktoberfestzelte oder Container, anders als in Hamburg oder Nordrhein-Westfalen.“ (mehr…)

Reinickendorf: Flüchtlingskinder dürfen ohne polizeiliche Verkehrsschulung nicht Fahrradfahren

09.08.2014 Berliner Abendblatt
Integration auf zwei Rädern

Manchmal sind es die kleinen Ideen, die den großen Unterschied machen. Das Thema Flüchtlinge ist auch in Reinickendorf in den Mittelpunkt gerückt, oft verbunden mit Sorgen, Vorbehalten und Ängsten seitens der Anwohner. Doch zwei Projekte verdeutlichen, wie sich Integration der Flüchtlinge im Bezirk vorwärts bringen lässt und wie die neuen und alten Anwohner näher zusammengebracht werden können. So eröffnete in dem Flüchtlingsheim in der Oranienburger Straße vergangenen Juli eine Fahrradwerkstatt, in der sich Flüchtlingskinder Räder leihen können und so besser ihre neue Umgebung erkunden, zur Schule oder zum Sportverein fahren können. Für die Kinder bedeuten die Drahtesel nicht nur mehr Mobilität sondern auch ein großer Schritt Richtung erfolgreicher Integration. „Es ist schön zu sehen, wie stolz die Kinder auf den geliehenen Rädern ihre Umgebung erkunden,“ so Projektleiter Richard Palm. (mehr…)

Alle unter einem Dach: Studenten, Flüchtlinge, Obdachlose

08.08.2014 Berliner Zeitung
Alle unter einem Dach

Asylbewerber werden in Berlin künftig mit Studenten oder Obdachlosen in einem Haus untergebracht. Das erste Projekt in Prenzlauer Berg ist in Planung. Frühestens Ende 2015 könnte dann Berlins erstes Flüchtlings- und Studentenwohnheim eröffnen.
Im Berliner Senat gibt es den Plan, dass Asylbewerber künftig nicht mehr unter sich in den Unterkünften leben, sondern auch Studenten oder Obdachlose mit ihnen in einem Haus wohnen werden. „Bei einer entsprechenden Größe der Unterkünfte können wir diese auch für unterschiedliche Gruppen nutzen“, sagte der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso), Franz Allert, der Berliner Zeitung. Er widersprach gleichzeitig Meldungen, wonach gleich alle drei Gruppierungen, also Flüchtlinge, Studenten und Obdachlose, gemeinsam untergebracht werden. (mehr…)

LAGeSo-Jahresbericht: DPA schwillt an..

Die DPA Meldung zum Jahresbericht des Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) wurde von vielen Zeitungen übernommen. Dabei enthält sie die herabsetzende Formulierung „anschwellend“ für die steigende Zahl von Asylbewerbern deren Zuzug als „Strom“ also faktisch als Naturkatastrophe zu werten sei. Während DPA also schonmal die Sandsäcke gegen den Flüchtlingsstrom füllt ist der 80seitige-Bericht dennoch einen Blick wert. Mit Flüchtlingen wird sich auf ganzen 4 Seiten beschäftigt. Statt den Bericht zu nutzen, um das Versagen der Berliner Behörden für Flüchtlinge eine menschenwürdige Unterbringung zu organisieren, lobt der Bericht die Leistungen des Amtes. (mehr…)

Solidarität in Adlershof

04.08.2014 Berliner Abendblatt
Solidarität in Adlershof

Vor der Eröffnung der neuen Flüchtlingsunterkunft in Adlershof machten Meldungen über rechtsextreme Hetze gegen die Einrichtung die Runde. Dieser Tage stellt sich ein anderes Bild dar: Die Bewohner erfahren eine Welle der Solidarität. Unterschiedlichste Kreise finden sich zusammen, um die Menschen im Alltag zu unterstützen. Kürzlich übergaben Ulrich Pröve und Ulrich Zacharias im Namen des Dienstleistungsnetzwerks Adlershof für die 80 Kinder im Flüchtlingsheim in der Radickestraße einen Tischkicker und eine Tischtennisplatte. (mehr…)

Neues Flüchtlingsheim in Weißensee

2.8.2014 Berliner Abendblatt
Neues Flüchtlingsheim in Weißensee

Pankow hat bislang in der Mühlenstraße und in der Straßburgerstraße in Prenzlauer Berg zwei Flüchtlingsunterkünfte eingerichtet. Rund 500 Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten wurden so dank engagierter Netzwerke aus Vereinen, Anwohnern und Initiativen vor Ort untergebracht. Nun ist in Weißensee in der Rennabahnstraße das nächste Heim geplant. (mehr…)

Brandenburg hofft „Flüchtlinge könnten die Infrastruktur beleben“

30.07.2014 RBB: Flüchtlinge könnten die Infrastruktur beleben

Sie kommen aus dem Tschad, aus Tschetschenien und aus Nigeria – und wohnen jetzt am Rande vom brandenburgischen Walddrehna. 35 Asylbewerber sind in die Waldsiedlung Pilzheide gezogen. Nun besteht Hoffnung, dass es dort auch bald wieder eine Einkaufsmöglichkeit geben könnte.
Am Rande vom brandenburgischen Walddrehna (Dahme-Spreewald) ist alles grün, gepflegt, und die bunten Neubaublöcke zwischen Kiefern und Birken fallen kaum auf. Mittendrin ist Kinderlachen zu hören: Marbruka, Ramsan, Irsana, Rosalina, Radshid und Aisha gehören in der Kita der Siedlung Pilzheide zu den Neuen. Manche von ihnen sind gerade mal ein Jahr alt. (mehr…)