Frontal21: Das Geschäft mit der Flucht

Frontal 21, 11.11.14. Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich und vorhersehbar. Und dennoch sind Länder und Kommunen überrascht und überfordert. Es gibt viel zu wenige Unterkünfte. Für gewinnorientierte Heimbetreiber eine lukrative Marktlücke. Erst recht, wenn es keine Mindeststandards gibt oder die Kontrollen lasch sind. Dann können gewissenlose Unternehmer hemmungslos Flüchtlinge in dreckige Unterkünfte stopfen, mit zu wenig Personal, das auch noch schlecht bezahlt ist. Kurzformel für das schäbige Geschäftsmodell: Niedrige Kosten plus großes Elend gleich maximaler Gewinn.