Lausitz: Kaserne als Außenstelle der Erstaufnahme Eisenhüttenstadt

Grüne kritisieren Pläne für Flüchtlingswohnheim in der Lausitz
Die Pläne für ein neues Flüchtlingswohnheim in der ehemaligen Lausitz-Kaserne in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) stoßen bei den Grünen auf Kritik. Das Gelände liege sehr weit ab und sei zudem sehr groß, sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Potsdamer Landtag, Ursula Nonnemacher, am Dienstag. «Wir sehen das sehr, sehr kritisch.»

Das Innenministerium will die Kaserne von Sommer 2015 an als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) nutzen. Knapp 800 Flüchtlinge könnten dort Platz finden. Damit wäre es die größte Außenstelle im Land. Derzeit sind etwa 1700 Menschen in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) untergebracht.
Auch in der Erstaufnahme müssten Qualitätsstandards gelten, sagte Nonnemacher. Bei längerfristigen Unterkünften sei dies aber noch wichtiger. Daher wollen die Grünen in der kommenden Woche einen Antrag in den Landtag einbringen, nach dem Flüchtlinge vorrangig in Wohnungen sowie kleinen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden und Zugang zu Kita- und Schulplätzen erhalten sollen.
In diesem Jahr muss Brandenburg rund 6100 Flüchtlinge aufnehmen, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Ministerium geht angesichts der internationalen Krisenherde von weiter steigenden Zahlen aus.

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