St. Hedwig-Krankenhaus stellt Bettenhaus zur Verfügung

9.12.2014 Abendblatt
Neues Heim für Flüchtlinge in der Spandauer Vorstadt

Die Caritas übernimmt ab dem 8. Dezember die Betreuung von weiteren Flüchtlingen in Berlin Mitte. Dazu stellt das katholische Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin vorübergehend ein leer stehendes Bettenhaus für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Etwa 100 Flüchtlinge, die im Rahmen ihres Asylersuchens nach Berlin kommen, sollen hier über den Winter ein Dach über dem Kopf erhalten. Caritas und Alexianer reagieren damit auf die zunehmende Not von Flüchtlingen und fehlende Unterbringungsmöglichkeiten in Berlin. Die Flüchtlinge können hier bis zum 30. Juni 2015 wohnen. Danach wird der Caritasverband für das Erzbistum Berlin ein dauerhaftes Flüchtlingsheim zur Verfügung stellen, das bis dahin fertig gestellt sein wird und diese Flüchtlinge dann aufnehmen kann. Die Betreuung der Flüchtlinge im Haus der Alexianer ist durch die Mitarbeiter der Caritas sichergestellt.

Christliche Nächstenliebe
Alexander Grafe, Regionalgeschäftsführer der Alexianer St. Hedwig Klinken Berlin GmbH, begründet das Engagement des St. Hedwig-Krankenhauses in Zusammenarbeit mit der Caritas Flüchtlingshilfe so: „Im St. Hedwig-Krankenhaus setzen wir uns seit mehr als 168 Jahren für arme, kranke und hilfsbedürftige Menschen ein. Unserer langen Tradition und den Werten christlicher Nächstenliebe folgend, wollen wir den Menschen, die zur Flucht gezwungen sind, helfen und ihnen mit dem aktuell leer stehenden Bettenhaus eine vorübergehende Unterkunft geben.“

Verantwortung übernehmen
„Ich freue mich sehr, dass ein weiterer katholischer Träger Verantwortung übernimmt und sich für Flüchtlinge einsetzt. Vor der Not und dem Leid dieser Menschen darf man nicht die Augen verschließen. Auch wenn wir nicht alles auffangen können, ist es doch unsere Pflicht zu helfen, wo es möglich ist. Die Kirche und ihre Caritas sind hier gefragt“, so Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für Berlin. Auch Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke äußerte sich erleichtert über die neue Unterbringungsmöglichkeit: „Dank an die Caritas und an St. Hedwig für ihre Hilfe in der Not“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Ich freue mich über diese Solidarität.“

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