Neuköllner SPD lehnt Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte ab

14.01.2015 Morgenpost: Neuköllner SPD lehnt Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte ab

Asylbewerber sollen nicht in Massenunterkünften wie Turnhallen untergebracht werden. Das fordert die SPD im Bezirk Neukölln. Doch der Senat braucht Plätze für Flüchtlinge.
Die Neuköllner SPD hat sich gegen Turnhallen als Unterkünfte für Flüchtlinge in Berlin ausgesprochen. „Wir wollen nicht, dass Flüchtlinge in Turnhallen auf engstem Raum ohne jede Privatsphäre hausen müssen“, sagte die Vorsitzende der Neuköllner SPD, Franziska Giffey, am Mittwoch.

Eine solche Unterbringung sei menschenunwürdig. Zudem würden alle Turnhallen in Neukölln von Schulen genutzt. Man suche daher nach anderen Lösungen.
Weil der Flüchtlingszuzug nicht abreißt, funktioniert Berlin immer mehr Turnhallen in Notquartiere um. In Friedrichshain-Kreuzberg wurde am Mittwoch erst eine Turnhalle mit Platz für rund 80 Flüchtlinge freigegeben, wie das Bezirksamt mitteilte.
Es sei nicht ausgeschlossen, dass das Landesamt für Soziales und Gesundheit (LaGeSo) weitere Hallen in dem Bezirk brauche. Flüchtlinge schlafen somit kurzfristig in mehr als sieben Sportstätten in Berlin.

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