Traglufthalle für Flüchtlinge wird möglicherweise länger genutzt

26.03.2015 RBB

Die Traglufthalle für Flüchtlinge in Berlin-Moabit sollte eigentlich nur eine Notlösung sein. Nun wird geprüft, ob die provisorische Unterkunft doch länger genutzt werden kann als bis Ende April. Je wärmer es wird, desto schwieriger dürfte das allerdings werden.
Die Traglufthalle für Flüchtlinge am Poststadion in Berlin-Moabit wird möglicherweise länger genutzt als geplant. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) bestätigte dem rbb, dass derzeit entsprechende Gespräche laufen.

Ende April sollte die Traglufthalle eigentlich abgebaut werden. Auch deshalb, weil es schwer ist, die Halle im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung zu kühlen. Nun wird geprüft, ob das Provisorium mit 300 Plätzen doch länger genutzt werden kann. Wegen steigender Flüchtlingszahlen braucht Berlin nach wie vor mehr Unterbringungsmöglichkeiten, und das nächste Containerdorf in Buch wird voraussichtlich erst Anfang Mai eröffnet. Für 2015 rechnet Sozialsenator Mario Czaja (CDU) mit 20.000 Asylsuchenden.
Sozialverwaltung: Traglufthalle besser als Turnhallen
Fraglich ist allerdings, ob es technisch möglich ist, die Traglufthalle auch im Sommer so zu klimatisieren, dass dort Menschen wohnen können. Die Sozialverwaltung will die laufenden Gespräche derzeit nicht kommentieren. Aus dem Haus von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) hieß es aber: Grundsätzlich sei es besser, einen Sicherheitspuffer zum Beispiel in einer Traglufthalle zu haben, als Turnhallen für die Unterbringung zu nutzen.

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