Buch: Kurz vor Einzug – Nazis greifen Wachleute an

21.04.2015 SpiegelOnline
Flüchtlingsheim in Berlin: Rechtsradikale greifen Wachleute an

In Berlin hat es erneut einen Übergriff auf eine Unterbringung für Flüchtlinge gegeben. Im Stadtteil Buch attackierten Neonazis die Wachmänner eines Containerdorfes.

Ende dieser Woche sollen in der Containersiedlung in Berlin-Buch rund 480 Asylbewerber einziehen. Am Montagabend griffen Rechtsradikale die Wachmannschaft der Einrichtung ein. Laut Polizei riefen drei Männer vor dem Zaun, der um die Siedlung gezogen wurde, ausländerfeindliche Parolen. Sie versuchten, den Zaun zu öffnen und warfen einem Wachmann eine Bierflasche an den Kopf. Die Angreifer, die laut Polizei zur rechtsradikalen Szene gehören, hinterließen Flugblätter.
Die Containersiedlung in Buch ist die zweite dieser Art in Berlin. Insgesamt will der Senat sechs solche Anlagen errichten. Bisher gibt es ein Containerdorf in Köpenick. Dort wohnen knapp 400 Flüchtlinge. Gegen die Bauten gab es im Winter zahlreiche Demonstrationen, an denen auch viele Rechtspopulisten und Neonazis teilnahmen.

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