Archiv für Juli 2015

Razzia bei skrupellosem Hostelbesitzer

24.7.15 BZ

Statt erlaubten 30, pferchte er bis zu 80 Menschen zusammen. Am Freitag flog die illegale Flüchtlingsunterkunft in Mitte bei einer Razzia auf.
24. Juli 2015 21:32 admin-ajax.php von B.Z.

Sie haben Schreckliches erlebt und wähnten sich in Deutschland in Sicherheit. Doch skrupellose Geschäftsleute schlugen hier Kapital aus dem Leid dieser Flüchtlinge. (mehr…)

Wannsee: Flüchtlinge – ja, bitte!

25.07.2015 Morgenpost

Bürger in Wannsee fordern, die frühere Lungenklinik Heckeshorn endlich als Asylbewerberheim zu nutzen. Seit Jahren wird nur diskutiert.

Manche Berliner haben Vorbehalte, wenn ein Asylbewerberheim in ihrer Nachbarschaft eingerichtet wird. Viele Berliner wollen helfen, wenn eine solche Unterkunft in ihrem Kiez öffnet. Dass aber Bürger von den Politikern in Senat und Bezirk geradezu fordern, dass Flüchtlinge nun endlich in einem geeigneten leerstehenden Gebäudekomplex untergebracht werden sollen, das ist neu. So geschieht es gerade im gutsituierten Südwesten Berlins, in Wannsee. Die fragliche Immobilie ist die ehemalige Lungenklinik Heckeshorn.

Sechs Wannseer haben einen Aufruf formuliert, den viele Nachbarn mittragen und bereits unterschrieben haben. Darin weisen sie darauf hin, dass Steglitz-Zehlendorf bei der Bereitstellung von Heimplätzen für Flüchtlinge in der Reihe der Bezirke weit hinten stehe. Unter der Überschrift „Platz für Flüchtlinge in Wannsee“ empfehlen sie die ehemalige Lungenklinik Heckeshorn, die seit acht Jahren weitgehend leer steht. (mehr…)

Versorgung von Flüchtlingen wird schärfer kontrolliert

24.7.2015 Morgenpost

Nach den Pannen bei der Unterbringung von Flüchtlingen wird das Landesamt für Gesundheit und Soziales reformiert. Experten geben Tipps.

Berlin. Die für Flüchtlinge zuständigen Abteilungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) sollen reformiert werden. Der Senat will ein externes Dienstleistungsunternehmen damit beauftragen, die Organisation und Personalausstattung der Behörde zu analysieren. Ziel sei, zu ermitteln, wie Behördenstruktur und Arbeitsabläufe organisiert sein müssen, „um ein gleichermaßen rechtmäßiges und wirtschaftliches wie effizientes und transparentes Verwaltungshandeln zu gewährleisten“. Das geht aus dem noch unveröffentlichten Senatskonzept zur Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge hervor, das die Landesregierung im August beschließen will. Der Entwurf liegt der Berliner Morgenpost vor. (mehr…)

Samstag, 25. Juli, 15 Uhr: Flüchtlingsfeindliche Kundgebung in Berlin-Reinickendorf

Die flüchtlingsfeindliche Gruppierung „Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“ ruft für Samstag zu einer Kundgebung am U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz auf. Das Netzwerk „Flüchtlinge in Reinickendorf“, Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und die Linke kündigen eine Protestkundgebung an.
Auf Facebook mobilisiert die Gruppierung “Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland” zu einer flüchtlingsfeindlichen Kundgebung nach Berlin-Reinickendorf. Die Versammlung soll am Samstag, den 25. Juli um 15.00 Uhr auf dem U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz beginnen, das Motto lautet: “Asylmissbrauch stoppen”. “Bitte flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen! Refugees not welcome!”, ist auf der Facebook-Seite zu lesen, mit welcher die flüchtlingsfeindliche Gruppierung für ihre Veranstaltung wirbt.
Vermutlich hat “Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland” den Ort der Versammlung mithilfe der inzwischen von Google gelöschten Online-Karte “Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft” gewählt. Auf der Karte wurden Standorte von Flüchtlingsunterkünften in Deutschland aufgezeigt. Um den U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz waren eine bestehende und ein geplante Unterkunft für Asylsuchende eingezeichnet.
Ab 15 Uhr findet auf dem Kurt-Schumacher-Platz eine Protestkundgebung statt, dazu rufen das Netzwerk “Flüchtlinge in Reinickendorf”, Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und die Linke auf.

Pewobe steigt ins Geschäft mit Obdachlosen ein

20.7.15 Tagesspiegel

Sein Geschäft mit der Unterbringung von Flüchtlingen floriert bereits. Jetzt will der Berliner Unternehmer Helmuth Penz auch an Wohnungslosen verdienen. Seine Chancen sind gut.

Die Not der einen ist das Geschäftsfeld der anderen. Nachdem im Streit um die Nähe zwischen Berliner Baufirmen wie der Pewobe und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) erst externe Wirtschaftsprüfer beauftragt wurden und dann Lageso-Chef Franz Allert degradiert wurde, will der umstrittene Unternehmer Helmuth Penz im Sozialmarkt sogar expandieren. Penz verdient über seine Firma Pewobe schon jetzt gut an der Flüchtlingsunterbringung. Doch nun hat er eine weitere Marktlücke entdeckt: die Obdachlosenunterbringung. In dieses Geschäft wolle er verstärkt einsteigen, sagte Penz dem Tagesspiegel. (mehr…)

Prenzlau startet Dialog mit Flüchtlingen und Anwohnern

20.07.2015 RBB

Rund 350 Flüchtlinge leben im uckermärkischen Prenzlau, bis Jahresende werden es wohl mehr als 850 sein. Deren Ankunft bereitet die Stadt nun mit Gesprächsrunden vor: Mitarbeiter und Polizei beantworten Fragen von Anwohnern und Asylbewerbern. Laut Bürgermeister gibt es Gesprächsbedarf – obwohl Asylbewerber schon seit Jahrzehnten in der Kommune lebten. (mehr…)

Bundesinnenministerium spendet Flüchtlingen in Buch überflüssiges Mobiliar

aus: Berliner Woche

Buch. Über eine ungewöhnlich große Sachspende kann sich das Flüchtlingsheim „Refugium Berlin Buch“ freuen. Sie stammt aus dem Bundesinnenministerium. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich (Die Linke) übergab gemeinsam mit etlichen Helfern eine Lkw-Ladung mit 60 Schränken, 180 Stühlen, einigen Sideboards und anderem Mobiliar an Juliane Willuhn, die Leiterin der Unterkunft.
Das Heim in der Groscurthstraße 29-33 besteht aus drei Containerbauten. Es wurde im April eröffnet. Inzwischen ist es mit 480 Flüchtlingen aus 25 Ländern komplett belegt. Die Unterkünfte sind nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Deshalb sind in Absprache mit der Heimleitung Sachspenden willkommen. Dass das Heim nun gleich eine riesige Spende entgegennehmen konnte, ist einer Reihe glücklicher Umstände zu verdanken.

„Ich erhielt von einer jungen Frau aus Buch, deren Vater beim Bundesinnenministerium arbeitet, den Hinweis, dass dort nicht mehr benötigte Möbel herumstehen“, sagt Stefan Liebich. Dabei handelt es sich um Mobiliar, das im Ministerium nach dem Umzug in sein neues Gebäude am Moabiter Werder keine Verwendung mehr fand. Der Pankower Abgeordnete sprach daraufhin den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Dr. Günter Krings (CDU, an. Beide kennen sich durch die Arbeit in der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe. Liebich fragte an, ob die nicht mehr benötigten Möbel nicht dem Bucher Flüchtlingsheim zur Verfügung gestellt werden könnten. „Ich hatte offen gestanden wenig Hoffnung, dass das klappt“, sagt er. (mehr…)

Senat verschiebt Beschluss zur Flüchtlingspolitik

20.07.2015 RBB

Eigentlich wollte der Berliner Senat schon in der vergangenen Woche ein Konzept zur Flüchtlingspolitik beschließen. Doch offenbar gibt es bei dem Papier noch Klärungsbedarf zwischen den beteiligten sechs Senatsverwaltungen – vor allem bei der Frage nach der Unterbringung von Asylbewerbern aus sicheren Herkunftsstaaten. (mehr…)

Unterbringung von Flüchtlingen kostet 95 Millionen Euro

19.07.2015 Tagesspiegel

Seit 2010 hat die Zahl der Flüchtlinge in Berlin stark zugenommen. Da neue Unterkünfte beschafft werden müssen, steigen die Kosten durch Neubauten und Sanierung alter Gebäude drastisch an. (mehr…)

Schulen kämpfen für Aufnahme von Willkommensklassen

19.07.2015 Tagesspiegel
Mehrere Berliner Schulen hatten beantragt, Lerngruppen für neu angekommene Flüchtlingskinder betreuen zu dürfen. Doch sie bekamen Absagen von den Behörden. Damit wollen sich die Schulen nicht abfinden.

Die großen Ferien hatten gerade begonnen, da bekamen die Schulrätin und die Bildungsstadträtin von Steglitz-Zehlendorf Post aus dem Fichtenberg-Gymnasium: „Wir möchten Sie abschließend noch einmal inständig darum ersuchen, unserem Antrag auf eine Willkommensklasse stattzugeben“, hieß es in dem offenen Brief der Schüler aus der AG Kampf gegen Rassismus. Sie sind nicht die Einzigen, die sich um Flüchtlinge kümmern wollen – und nicht dürfen. (mehr…)

Miethai erhält fristlose Kündigung

17.7.15 RBB

Der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab. Binnen eines Jahres ist die Zahl der Asylbewerber, die jeden Monat in Berlin eintreffen, von 1.300 auf fast 5.000 gestiegen – mehr, als es Plätze gibt. Private Anbieter nutzen das aus und verlangen für die Unterbringung mehrere hundert Euro am Tag. Ein Anbieter solcher Flüchtlingswohnungen bekam jetzt die Kündigung.

Wie die „tageszeitung“ am Freitag berichtet, hat der landeseigene Immobiliendienstleister Berlinovo den Mietvertrag der Firma BerlinLux fristlos gekündigt. Das Unternehmen habe in Lichtenberg Räume vertragswidrig an Flüchtlinge untervermietet und dabei mehrere hundert Euro pro Tag kassiert – nicht von den Flüchtlingen, sondern von der Berliner Sozialverwaltung, die die Kosten für private Unterbringung übernimmt. (mehr…)

Morgenpost macht sich Sorgen: Jeder zehnte Flüchtling in Hostel oder Pension

14.7.15 Morgenpost: Flüchtlinge in Hostels und Pensionen – eine teure Notlösung
Berlin sucht ständig neue Unterkünfte für Flüchtlinge, jeder zehnte schläft in einem Hostel oder einer Penssion. Das kostet Millionen.

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Hostels und Pensionen hat das Land Berlin vom 1. Januar 2014 bis zum 19. Juni 2015 mehr als 14 Millionen Euro gekostet. Die ständig steigende Zahl der Asylbewerber seit 2014 zwingt das Land immer häufiger, auf diese teuerste aller Unterbringungslösungen zurückzugreifen, da die Flüchtlingsheime – inzwischen 60 – oft nicht ausreichen, um den Ansturm zu bewältigen. In den eineinhalb Jahren wurden so 5667 Flüchtlinge kurz- oder mittelfristig untergebracht, wie aus der Antwort der Sozialverwaltung auf eine Parlamentarische Anfrage der Linke-Fraktion hervorgeht. (mehr…)

B.Z. Die Wahrheit über das Geschäft mit den Flüchtlingen

15.7.15 B.Z.

Die eine Hand des Steuerzahlers nimmt 1000 Euro/Monat ein, die andere verschleudert gleichzeitig 10.000 Euro. Wie kann das sein?

Am Montag enthüllte die B.Z., wie eine private Firma in Lichtenberg für die Unterbringung einer siebenköpfigen Asylbewerber-Familie vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) monatlich 10.000 Euro kassiert. Obwohl die Wohnung dem Landesunternehmen Berlinovo gehört, das der Abzock-Firma das 4-Zimmer-Apartment für nur 990 Euro vermietete.

Unterm Strich heißt das: Die eine Hand des Steuerzahlers nimmt 1.000 Euro im Monat ein – und die andere schleudert gleichzeitig 10.000 Euro raus! Wie kann so was überhaupt sein, was läuft schief?

Die Wahrheit über das miese Geschäft mit den Flüchtlingen: (mehr…)

So sieht das neue Flüchtlingskonzept des Senats aus

14.7.15 Berliner Zeitung

Der Senat erarbeitete ein neues Konzept zum Umgang mit Asylbewerbern. Der Entwurf liegt der Berliner Zeitung vor. Er enthält einen Leitfaden für neue Unterkünfte, medizinische Betreuung und die Integration in Kitas, Schulen und Betriebe.

Fast 50 Seiten umfasst das Flüchtlingskonzept, das der Berliner Senat nicht wie geplant an diesem, sondern voraussichtlich erst am übernächsten Dienstag beschließen will. Darin geht es nicht nur um das bisher beherrschende Thema Unterbringung, sondern auch um Aspekte wie Ausbildung, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Sprachförderung oder besseres Management in Ämtern wie dem Lageso und der Ausländerbehörde. (mehr…)

Eisenhüttenstadt stellt Zelte auf

14.7.15 Berliner Zeitung

Aus Platznot müssen einige Asylbewerber in Brandenburg vorübergehend in Zelten wohnen. Am Dienstag zogen die ersten Flüchtlinge in eine neuaufgebaute Zeltstadt auf dem Gelände der Zentralen Erstaufnahmestelle des Landes in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree). Rund 20 Zelte bieten Plätze für 280 allein reisende Männer, wie der Leiter der Einrichtung, Frank Nürnberger, erläuterte. Drei weitere Zelte dienten als Treffpunkte. Allein im Juni trafen nach offiziellen Angaben rund 1250 Flüchtlinge neu in Brandenburg ein. «Die Zahlen steigen und steigen», sagte Nürnberger. Nach Angaben des Innenministeriums kamen im vergangenen Jahr 6315 Asylbewerber nach Brandenburg. In diesem Jahr werden nach Angaben der Staatskanzlei rund 14 000 erwartet.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/zeltstadt-fuer-fluechtlinge--asylbewerberzahlen-steigen,10809148,31222140.html

Brandenburg will Flüchtlingsinitiativen besser unterstützen

14.7.15 Morgenpost

Das Land Brandenburg will Willkommens- und Flüchtlingsinitiativen besser unterstützen. Dazu stellte Sozialministerin Diana Golze (Linke) am Dienstag in Potsdam vor mehr als 100 ehrenamtlichen Vertretern drei Angebote vor: eine Fortbildungsreihe, mehr berufliche Weiterbildung und finanzielle Hilfe vom Land – etwa für Fahrtkosten, Deutsch-Fibeln oder Willkommensfeste. (mehr…)

Berlin baut 36 Fertighäuser für Asylbewerber

14.7.15 Morgenpost:
Der Entwurf für einen Typenbau aus vorgefertigten Betonteilen liegt vor. Die Bezirke haben aber die Grundstücke noch nicht ausgewählt.

Sozialsenator Mario Czaja (CDU) erwartet im Juli erstmals mehr als 3000 neue Asylbewerber in Berlin. Das lasse sich aus der Zahl der Antragsteller im ersten Drittel dieses Monats hochrechnen, sagte er der Berliner Morgenpost. Im Juni kamen 2830 Flüchtlinge nach Berlin, im Mai knapp 1900.

Berlin benötigt also dringend weitere Flüchtlingsunterkünfte. Der Senat will daher in den kommenden zwei Jahren insgesamt 36 Heime in Fertigbauweise errichten. Jede Unterkunft soll über maximal 240 Plätze verfügen, mehr als 7200 Asylbewerber sollen in diesen Heimen leben können. (mehr…)

Marzahn: Begehung nicht ohne Nazi-Provokation

12.7.15 Berliner Zeitung
Flüchtlingsaktivisten verletzt und von Polizei angezeigt – Linke sind empört

Zahlreiche Besucher stehen am 10.07.20135 in Berlin vor der neuen Flüchtlingsunterkunft in Marzahn und warten auf Einlass.

In einem Marzahner Flüchtlingsheim sind am Freitag bei einem Tag der offenen Tür eine Flüchtlingsaktivistin und eine Abgeordnete der Linken nach eigenen Angaben durch Polizisten verletzt worden. Die Partei kritisiert das Vorgehen der Beamten.

Beim Tag der offenen Tür im Containerdorf für Flüchtlinge in Marzahn sind eine Flüchtlingsaktivistin und eine Abgeordnete nach eigenen Angaben durch Polizisten verletzt worden. Die Partei Die Linke kritisierte am Wochenende das Vorgehen der Beamten.
Am Freitag hatten Flüchtlingsinitiativen und Politiker am Blumberger Damm gegen eine Neonazi-Kundgebung demonstriert. Etwa 100 Flüchtlingsunterstützern standen etwa 30 Rechtsextremen aus dem Umfeld der NPD gegenüber. Dabei kam es zu Pöbeleien zwischen Flüchtlingsunterstützern und Neonazis, darunter dem Anmelder der regelmäßig stattfindenden „Nein-zum-Heim“-Demos, René U., der die Anwesenden provoziert und fotografiert haben soll. (mehr…)

Czaja im Interview: Das Land war auf die privaten Betreiber angewiesen

12.07.2015 Berliner Zeitung
Czaja will nach Flüchtlingsheim-Skandal schnell Klarheit


Sozialsenator Mario Czaja kündigt an, überhöhte Zahlungen an Flüchtlingsheimbetreiber zurückzufordern. Versäumnisse habe es nicht nur in seiner Amtszeit gegeben, sondern auch unter dem rot-roten Senat, sagt der CDU-Politiker im Interview.

Sozialsenator Mario Czaja will alle Verträge überprüfen lassen, die das Landesamt für Gesundheit und Soziales in den vergangenen Jahren mit Betreibern von Flüchtlingsheimen abgeschlossen hat. Überhöhte Zahlungen sollen zurückgefordert werden. Versäumnisse habe es nicht nur in seiner Amtszeit gegeben. Auch unter dem rot-roten Senat seien Verträge nicht ordnungsgemäß zustande gekommen, sagt der CDU-Politiker. (mehr…)

Hellersdorf: Bedroht mit scharfer Munition

10.7.15 RBB

Erst waren es Beleidigungen, dann standen sie vor der Tür – nun wurden Aktivisten der Berliner Flüchtlingsinitiative „Hellersdorf hilft“ mit Munition bedroht. Fünf scharfe Patronen fanden sie vor ihrer Begegnungsstätte. Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt gegen einen 42-jährigen Waffenbesitzer – wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Motivs.
Vor dem Schaufenster standen fünf scharfe Patronen, fein säuberlich aufgereiht – so, dass die Drohung nicht missverstanden werden konnte. Am Dienstagabend fanden Mitglieder der Berliner Flüchtlingsinitiative „Hellersdorf hilft“ die Munition vor ihrer Begegnungsstätte und verständigten das Landeskriminalamt, wie jetzt bekannt wurde. Nun ermittelt der Staatsschutz wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Motivs, bestätigte ein Sprecher am Freitag rbb online. Die Ermittler verdächtigen einen 42-jährigen Waffenbesitzer, die Patronen vor das „LaLoka“ in der Schneeberger Straße gelegt zu haben. (mehr…)

NAch Jahren merkt es auch der Springer-Verlag: „Berlin ist überfordert“

10.7.15 Morgenpost
Lange Schlangen vor einem Container. Bei Wind und Wetter warten Männer, Frauen und Kinder in Moabit. Anwohner schildern die Situation.

Wenn Lasse Walter an diesem Morgen auf seinem Balkon steht, dann sieht er dem Flüchtlingsproblem wieder ins Auge: Bis zur Straße ziehen sich die Schlangen mit den Asylsuchenden, die vor dem behelfsmäßigen Container des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) an der Turmstraße in Moabit warten. „Stundenlang, bei Wind und Wetter“, sagt der 36-Jährige. 15 Grad misst das Thermometer an diesem Vormittag. (mehr…)

Radio Corax: Hellersdorf hilft über die gefundenen fünf Patronen

10.7.15 Freie Radios
In Berlin Hellersdorf soll ein Containerdorf für Flüchtlinge errichtet werden – und die NPD protestiert heute dagegen

Anhören
Die Berliner Polizei ermittelt nach Protesten gegen eine Asylunterkunft in Berlin Hellersdorf wegen Waffenbesitz. Laut Angaben der Polizei seien am Dienstagabend in der Nähe des neu errichteten Containerdorfes für Flüchtlinge fünf scharfe Pistolenpatronen gefunden worden. Die fremdenfeindliche Hetze in Berlin-Hellersdorf begann bereits vor zwei Jahren, als Anwohner und Anwohnerinnen gegen eine Flüchtlingsunterkunft hetzten. Die Situation scheint sich nicht entspannt zu haben, wenn man diese Nachricht hört. Für heute Nachmittag hat zudem die rechtsradikale NPD eine Demonstration in der Nähe des Containerdorfs für Flüchtlinge angemeldet. Dagegen hat sich auch Widerstand angekündigt. Wie die Situation vor Ort einzuschätzen ist, darüber haben wir mit Stephan von der Initiative „Hellersdorf Hilft“ gesprochen…

Zwei Jahre Hellersdorf: Von Flüchtlingen, HipHoppern und der deutschen Mittagsruhe

9.7.15 RBB

Zwei Jahre nach den Ausschreitungen gegen das Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf wird am Freitag im Bezirk wieder eine neue Einrichtung für Asylbewerber vorgestellt. Erneut sind Proteste angekündigt, während es um das Hellersdorfer Heim eher still geworden ist. Ein Gespräch mit Heimleiterin Wohlrabe über Integration, Anpassung und einen fragilen Frieden.

Im Sommer 2013 sorgten Tumulte und Ausschreitungen der NPD und von Anwohnern gegen ein neues Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf bundesweit für Aufsehen. Sogar Bundespräsident Joachim Gauck mahnte damals: „Wir brauchen Bürger, die auf die Straße gehen und den Spinnern ihre Grenzen aufweisen.“ Inzwischen hört man wenig von der Unterkunft, in der jetzt 530 Menschen aus 30 Ländern leben, darunter mehr als 200 Kinder. Ein Gespräch mit Heimleiterin Martina Wohlrabe (52) vom Betreiber PeWoBe. (mehr…)

„Cap Anamur“-Gründer sorgt für Willkommenskultur

8.7.15 RBB

Rupert Neudeck wurde vor Jahrzehnten bekannt, als er mit seinem Schiff „Cap Anamur“ tausende vietnamesische Flüchtlinge rettete. Jetzt eröffnete der 76-Jährige in Berlin-Prenzlauer Berg in einem ehemaligen Bürogebäude eine Unterkunft für rund 250 Flüchtlinge. Dabei setzt er vor allem auf Unterstützung durch die Anwohner.

Mit einem Willkommensfest hat der Journalist und Flüchtlingsunterstützer Rupert Neudeck am Mittwoch eine neue Unterkunft für Asylsuchende in Berlin-Prenzlauer Berg eröffnet. Gleich mehrere Initiativen haben dafür gesorgt, dass in dem ehemaligen Bürogebäude rund 250 Flüchtlinge leben können. Neudeck wurde vor Jahrzehnten mit seinem Schiff „Cap Anamur“ bekannt – wie damals hilft er auch heute weltweit Flüchtlingen. (mehr…)

Nazis wollen Besichtigung der Unterkunft in Marzahn stören

Am kommenden Freitag, den 10. Juli 2015, findet ab 16 Uhr ein Tag der offenen Tür in der neuen Unterkunft für Geflüchtete am Blumberger Damm in Marzahn statt.
Nach nunmehr 32 „Montagsdemonstrationen“ der neonazistischen „Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf“ wollen die Rassist*innen versuchen durch diesen Anlass erneut Aufmerksamkeit zu erlangen. Seit Monaten sind die montäglichen Demos nur noch Mini-Aufmärsche organisierter Neonazis. Vermeintlich „besorgte“ Anwohner*innen nehmen schon lange nicht mehr an den Demos teil. Unterstützung finden die Nazis kaum noch.
Die Bärgida-Fans der extrem rechten Gruppe „Wir für Berlin – Wir für Deutschland“ und die NPD rufen gegen den Tag der offenen Tür auf und wollen diesen stören.
Wenn ihr die solidarischen Leute vor Ort unterstützen wollt, nehmt am Tag der offenen Tür teil. Überlassen wir den Rassist*innen nicht das Feld. Schaut euch die Unterkunft an und helft mit, dass Nazis und Rassist*innen die Veranstaltung nicht stören können.
Bisher hat die NPD eine Kundgebung in der Nähe angemeldet. Laut Journalist*innen-Anfragen bei der Polizei werden angebliche Spontandemos von Neonazis an der Unterkunft nicht genehmigt.

Im Interview: Dirk Gerstle ist Staatssekretär für Soziales

7.7.15 Tagesspiegel
Dirk Gerstle muss Unterkünfte für Flüchtlinge besorgen – im Akkord
Dirk Gerstle ist Staatssekretär für Soziales – und damit der Mann für die wohl umstrittenste Aufgabe der Stadt: Wo sollen die Flüchtlinge wohnen?

Hat er gewusst, was auf ihn zukommt? Eine Landesregierung, in der einer dem anderen nichts gönnt. Eine Stadt, in der die S-Bahn ausfällt und der Flughafen gar nicht erst eröffnet wird. Ämter, die personell so ausgedünnt sind, dass sie unter dem Alltagsdruck tageweise schließen.

Doch Dirk Gerstle – 1961 in Hildesheim geboren, 25 Jahre Beamter in Niedersachsen – greift die Hauptstadt und ihr Personal nicht an. Unaufgeregt spricht er von „erheblichen Herausforderungen und massiven Aufgaben“ – und geht voran: Gerstle ist seit 2013 der Staatssekretär für Soziales in der Verwaltung von Senator Mario Czaja (CDU) und als solcher 60, manchmal 70 Stunden die Woche damit beschäftigt, Flüchtlinge aus Dutzenden Staaten in Berlin unterzubringen: Gerstle muss Unterkünfte besorgen – im Akkord. (mehr…)

Frühere Schule für Waldarbeiter wird Asylbewerberheim

03.07.2015 Morgenpost

Eine ehemalige Schule für Waldarbeiter nordöstlich von Berlin soll zum Asylbewerberheim werden. Das Areal in Bernau stand seit mehr als einem Jahr leer, teilte das Umweltministerium am Freitag in Potsdam mit. Nun soll es dauerhaft 150 Menschen Platz bieten. Eigentlich sollte die Liegenschaft verkauft werden. Jetzt stellt das Land sie dem Landkreis Barnim kostenlos zur Verfügung. Betreiber der Unterkunft sei das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk, hieß es. Brandenburg nimmt in diesem Jahr weit mehr Flüchtlinge auf als zunächst geplant. Die Ausbildungsstätte für Waldarbeiter war laut Ministerium 2005 aufgelöst worden. Heute gibt es solche eine Schule noch bei Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin).

http://www.morgenpost.de/berlin/article205440173/Fruehere-Schule-fuer-Waldarbeiter-wird-Asylbewerberheim.html

Pädophiler Straftäter war in Berliner Flüchtlingsheim beschäftigt

2.7.15 Berliner Zeitung

Laut Medienberichten soll in einem Berliner Flüchtlingsheim ein pädophiler Straftäter gearbeitet haben. Er soll bis Oktober 2014 in der Rognitzstraße im Stadtteil Charlottenburg tätig gewesen sein. 80 Kinder und Jugendliche sollen dort untergebracht worden sein. (mehr…)