Archiv für August 2015

Wie kann ich einen Flüchtling bei mir aufnehmen?

31.08.2015 Tagesspiegel

Angesichts der überfüllten Unterkünfte wollen viele Berliner helfen, zum Beispiel mit privaten Wohnangeboten. Die wichtigsten Fragen und Schritte

Es herrschen zunehmend unhaltbare Zustände in Berlin: Obdachlose Flüchtlinge, Asylsuchende, die stundenlang in der Hitze auf ihre Aufrufnummer vor dem Lageso warten, immer wieder Bilder von überfüllten Erstaufnahmestellen und Sammelunterkünften, auch im Rathaus Wilmersdorf wohnen vorübergehend Flüchtlinge. Es scheint, als seien alle Beteiligten in Politik, Verwaltung und Vereinen überfordert. Die private Unterbringung von Flüchtlingen ist eines der ausgerufenen Ziele einer weiterdenkenden Flüchtlingspolitik. Viele Menschen, die die Geschehnisse verfolgen, fragen sich: Wie kann ich helfen? Das ist ganz einfach: Wer ein Zimmer oder eine Wohnung zu vermieten hat, kann die an einen Asylsuchenden oder eine Flüchtlingsfamilie vermieten. Wie genau? Ein Leitfaden. (mehr…)

Ein „Haus mit Seele“ für Flüchtlinge in Steglitz

30.8.15 Morgenpost
Erste Flüchtlinge ziehen in Steglitzer Heim für Schutzbedürftige. 300 Menschen sollen im Containerdorf am Ostpreußendamm Platz finden

Noch stehen auf dem Vorplatz Bagger, durch die Mittagssonne fliegt der Staub von Bauschutt. Die Zimmer drinnen aber sind schon blank geputzt. Über den Waschbecken stehen Shampoo und Zahnbürsten bereit. An der Wand im Bad hängen Waschlappen. Das Kinderbett unter dem Küchenfenster ist mit frischen Laken überzogen. Eine geblümte Decke liegt darauf. Und im Gemeinschaftsraum hat jemand Spielzeug verstreut. Bald werden Kinder unter den Decken schlafen, Eltern an den Elektroherden der Pantry-Küchen ihr Abend­essen kochen. (mehr…)

Asyl Berlin öffnet Heim für besonders traumatisierte Flüchtlinge

29.08.2015 Morgenpost
Am Montag eröffnet ein Heim für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge: schwer Traumatisierte, Hochschwangere oder homosexuelle Paare.

Im oberen Stock sonnengelb, in der Mitte meerblau, im Erdgeschoss grasgrün – die Bodenfarben sollen an die verlorene Heimat vieler Flüchtlinge erinnern und auf die neue vorbereiten. Erbauer und Betreiber haben viele Details bewusst gewählt. Das letzte der sechs Wohncontainerheime, das der Berliner Senat für Asylbewerber errichtet hat, sticht heraus: durch seine Bauweise, durch seine Bewohner, durch das Angebot. (mehr…)

Ziehen Flüchtlinge bald in diese Gefängnisse?

28.8.15 Bild

Nach neuesten Schätzungen könnten bis Ende des Jahres noch 40 000 Flüchtlinge nach Berlin kommen. Es müssen also weitere Unterkünfte gefunden werden.

Der Plan: Eine Unterbringung in ehemaligen Gefängnissen. Das Berliner Immobilienmanagement (BIM), das zum Koordinierungsstab des Flüchtlingsmanagements gehört, verwaltet mehrere Justizvollzugsanstalten.


JVA Plötzensee

Vier davon seien praktisch nicht mehr in Benutzung, sagte BIM-Geschäftsführerin Birgit Möhring (53) BILD „Die Standorte liegen derzeit der Sozialverwaltung zur Überprüfung vor.“ (mehr…)

Unterkunft für 4000 Flüchtlinge im Flughafen Tempelhof

27.8.15 Berliner Zeitung

Der Berliner Senat prüft die Herrichtung des ehemaligen Flughafen Tempelhof zu einer Unterkunft für Flüchtlinge – sie wäre die größte in ganz Deutschland. Unterdessen hat die Feuerwehr einen Krisenstab gebildet, um die Unterbringung von Flüchtlingen zu koordinieren.

Hilfsorganisationen bereiten sich darauf vor, im ehemaligen Flughafen Tempelhof Plätze für bis zu 4000 Asylsuchende zu schaffen. Damit könnte die größte Flüchtlingsunterkunft Deutschlands entstehen. Das geht aus einem Rundschreiben der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) hervor. (mehr…)

Flüchtlingsunterkunft in Nauen wurde angezündet

26.8.15 RBB

Was von Anfang an vermutet wurde, hat sich nun bestätigt: Der Brand in der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen wurde vorsätzlich gelegt. Die Ermittler haben in den Resten der Turnhalle Brandbeschleuniger gefunden. Ob es einen rechtsextremistischen Hintergrund gibt, ist weiter unklar.

Es ist Gewissheit: Die Turnhalle in Nauen (Havelland), in der Flüchtlinge untergebracht werden sollten, ist vorsätzlich angezündet worden. „Die Polizei konnte vor Ort Spuren von Brandbeschleuniger feststellen“, sagte Innenminster Karlheinz Schröter (SPD) am Mittwoch in Potsdam. „Auch der heutige Einsatz eines Brandmittelspürhundes bestätigte diesen Befund. Danach kann ein technischer Defekt als Ursache ausgeschlossen werden. Es handelt sich um einen gezielten Anschlag.“ In Nauen war in der Nacht zum Dienstag eine Sporthalle abgebrannt, in der mehr als 100 Asylsuchende vorübergehend einquartiert werden sollten. (mehr…)

Brand bei Berliner Flüchtlingsheimen: „Wir rannten um unser Leben“

26.8.15 Spiegel Online

Direkt neben zwei Flüchtlingsunterkünften in Berlin ist eine Turnhalle abgebrannt. Hunderte Asylbewerber mussten evakuiert werden. Eigentlich sollte auf dem Gelände am Donnerstag ein Willkommensfest stattfinden.

In Grüppchen sitzen auf einer Wiese Dutzende Menschen aus aller Welt und schauen auf die Rauchschwaden. Sie sind so dicht, dass sie selbst am anderen Ende Berlins noch zu sehen sind. Die Turnhalle auf dem weitläufigen Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin-Reinickendorf brennt noch immer. Immer wieder ist das Knallen berstender Dachziegel zu hören. Feuerwehr und Polizei gehen davon aus, dass die Halle nicht mehr zu retten sein wird, Totalschaden. (mehr…)

Angespannte Lage in Flüchtlingsheimen – man kann etwas tun

23.08.2015 Tagesspiegel
Wenn die Lage in Flüchtlingsheimen eskaliert: Wie der Leiter eines Heims in Berlin und andere Experten versuchen, die Situation zu entschärfen.

Der Container steht zehn Meter entfernt, Peter Hermanns sieht ihn, wenn er aus dem Fenster blickt. Das Fenster gehört zu einem schmucklosen Büro, im Container sieht Hermanns den Kopf eines Wachmanns. Das hat etwas Beruhigendes, einfach ein Gefühl, das gerade nötig ist. Denn Peter Hermanns ist Leiter des Flüchtlingsheims in Köpenick, Alfred-Randt-Straße. Und Peter Hermanns ist „gerade fassungslos“. Wegen dieser Meldungen, die ihn aus seinem Alltag reißen. (mehr…)

Heute: Nazis in Hohenschönhausen

Mo 24.08. ab 15 Uhr: Rechtsextreme kündigen Demo an zum Tag der offenen Tür im Containerdorf Hohenschönhausen

Die flüchtlingsfeindliche, rechtsextreme Gruppierung „Wir für Berlin – Wir für Deutschland“ mobilisiert über Facebook für Montag, den 24.08. ab 15.30 Uhr zu einem Aufmarsch in Hohenschönhausen:
Anlass ist der Tag der offenen Tür in der noch nicht bezogenen Containerunterkunft für Geflüchtete
des EJF in Falkenberg am selben Tag von 15 – 19 Uhr.

Unter dem skurilen Motto „Rechts vor links = StVO“ wollen sie ab 15.30 bis 17 Uhr mit 150 Personen folgende Route laufen: Dorfstr. 31 (Startpunkt) – Dorfstraße – Falkenberger Chaussee – Falkenberger Chaussee 72 (Endpunkt nahe S-Bhf. Hohenschönhausen). Alle Angaben laut Polizei-Pressestelle noch unter Vorbehalt.

Zu möglichen Gegenprotesten informiert Euch „Berlin gegen Nazis“.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, dass UnterstützerInnen der Geflüchteten auch direkt zum Tag der offenen Tür kommen.

Moabit hilft verlässt Lageso

„Moabit hilft“ stellt mit sofortiger Wirkung alle koordinierenden Tätigkeiten ein und übergibt diese an die verantwortlichen Hauptamtlichen.
Diese setzen sich aus LaGeSo, Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Johanniter, Caritas, der Berliner Immobilien Gesellschaft (BIM) und der Ärztekammer als temporärer Unterstützer zusammen. (mehr…)

Wilmersdorf: Bürgermeister kritisiert Senat

22.08.2015 Tagesspiegel

Viel Hilfsbereitschaft sowie Kritik an den Behörden prägte den Informationsabend zur Flüchtlingsunterkunft im früheren Rathaus Wilmersdorf.

So voll ist es in der Wilmersdorfer Auenkirche sonst nur in der Weihnachtszeit: Fast 600 Bürger kamen am Donnerstag zum Informationsabend über die neue Notunterkunft für Flüchtlinge im Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz. (mehr…)

Container in Zehlendorf

21.08.2015 Tagesspiegel

In Zehlendorf öffnet in Kürze eine neue Flüchtlingsunterkunft. Am Tag der offenen Tür gab es vor allem positive Stimmen. Die Hilfsbereitschaft sei „unglaublich hoch“, sagt der Leiter der Einrichtung.
Eins von sechs. Ende August soll die Containerunterkunft an der Potsdamer Chaussee in Zehlendorf eröffnet werden.

Der Baustaub hat sich noch nicht gelegt und noch ist auch nicht alles eingerichtet. Dennoch kamen zahlreiche Anwohner zum Tag der offenen Tür der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Potsdamer Chaussee in Zehlendorf. Die Containerunterkunft ist eine von sechs ähnlichen Einrichtungen im Berliner Stadtgebiet. Bis zu 340 Flüchtlinge sollen hier ab Ende der nächsten Woche einziehen. Vorsorglich ist am Freitag auch Polizei vor Ort, zahlreiche Sicherheitsleute befinden sich auf dem Gelände. Gebraucht werden sie nicht. (mehr…)

Brandanschlag in Marzahn

22.08.2015 RBB
„Feige und menschenverachtende Tat“

Wieder ein Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Mehrere Täter haben in der Nacht zu Freitag brennende Holzlatten über den Zaun geschleudert. Niemand kam zu Schaden, drei Verdächtige wurden festgenommen. Berliner Landespolitiker reagieren mit deutlichen Worten. (mehr…)

Früheres Landesbankgebäude soll Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge werden

21.08.2015 Berliner Zeitung

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Berlin und das Land sucht nach neuen Unterkünften für die vielen Menschen. Nun könnte die frühere Zentrale der Landesbank Berlin an der Bundesallee zu einer Erstaufnahmestelle werden.

Die frühere Zentrale der einstigen Landesbank Berlin (LBB) an der Bundesallee in Berlin-Wilmersdorf soll eine zusätzliche Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge werden. Dies berichten mehrere Tageszeitungen am Freitag unter Berufung auf Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD). Dieser habe die Fraktionen des Abgeordnetenhauses über den beabsichtigten Erwerb des Gebäudes durch das Land für einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag informiert und um Zustimmung zum Kauf gebeten. (mehr…)

CDU fordert Lageso-Außenstelle im Flughafen Tempelhof

21.08.2015 Bild

Flüchtlings-Schlangen in der Turmstraße vor der Moabiter Erstaufnahmestelle, gähnende Leere im Ex-Flughafen. Es könnte die Lösung eines drängenden Problems sein! Denn Berlin braucht Abfertigungsschalter für die vielen Menschen.
„Es haben am Freitag Begehungen durch das Lageso in Tempelhof stattgefunden“, bestätigt Holger Lippmann (51) von der Projekt GmbH. Denn die über 20 Schalter sind in der Abfertigungshalle noch vorhanden. (mehr…)

Pirat: „Was der Senat tut, ist unzureichend“

23.8.15 Taz

Unterstützung bei der Wohnungssuche auch für schon anerkannte Flüchtlinge fordert der flüchtlingspolitische Sprecher der Piraten Fabio Reinhardt. Diese würden alleingelassen.

taz: Herr Reinhardt, mitten in der Sommerpause tut sich plötzlich etwas für Flüchtlinge: Der Senat legt ein Flüchtlingskonzept vor, es gibt einen „Koordinierungsstab Flüchtlingsmanagement“. Freut Sie das?

Fabio Reinhardt: „Plötzlich“ ist gut: Seit letztem Herbst wurde an dem Flüchtlingskonzept gearbeitet, es sollte schon Ende Juni verabschiedet werden und wurde vertagt, weil die verschiedenen Senatsverwaltungen über Formulierungen gestritten haben. Es ist gut, dass es jetzt eins gibt. Aber es kommt viel zu spät. (mehr…)

Unterkünfte: Zuerst Flüchtlinge, dann Studenten

20.08.2015 RBB

Die Unterbringung von Flüchtlingen bleibt ein großes Thema. Denn Zelte und Container sind zwar eine schnelle, aber keine gute Lösung. Deshalb plant der Senat den Bau von neuen Unterkünften – in modularer Bauweise. 36 Stück dieser Ergänzungsbauten für 1,7 Millionen Euro sollen gebaut werden.
Der Berliner Senat plant für die Unterbringung von Flüchtlingen 36 so genannte „modulare Erweiterungsbauten“ zu errichten. Das bestätigte der Leiter der Abteilung Hochbau in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Hermann Josef Pohlmann, im rbb-Inforadio. Solche vergleichsweise schnell zu errichtenden Gebäude werden etwa für Schulen verwendet, die nicht genug Klassenzimmer haben.

Die Flüchtlingsunterkünfte in Modulbauweise werden rund 1,7 Millionen Euro pro Stück kosten. Nicht in den Kosten enthalten ist die Erschließung der jeweiligen Grundstücke, so Pohlmann. (mehr…)

Prekäre Versorgungslage der Flüchtlinge in Berlin – Ärztekammer Berlin fordert Sofortmaßnahmen

Land Berlin ist aufgefordert unhaltbare medizinische und hygienische Zustände bei den neu in Berlin ankommenden Flüchtlingen zu beenden

Innerhalb der letzten Monate ist es aufgrund der deutlich angestiegenen Flüchtlingsanzahl zu einer erheblichen Problematik bei der Versorgung von Flüchtlingen gekommen. Eine adäquate medizinische Versorgung insbesondere der Flüchtlinge, die neu nach Berlin gekommen sind und unverschuldet noch keinen Antrag auf Asyl beim zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) stellen konnten, ist nicht mehr gegeben und muss als desolat bezeichnet werden. (mehr…)

Senat plant zusätzliche Anlaufstellen für Flüchtlinge in Berlin

18.08.2015 Berliner Zeitung

Die Zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin-Moabit ist dem Ansturm nicht mehr gewachsen. Asylbewerber müssen tagelang warten, die Mitarbeiter sind heillos überlastet. Der Senat plant Abhilfe.

Der Berliner Senat will mit drei zusätzlichen Außenstellen die völlig überlastete Zentrale Anlaufstelle (ZAA) für Flüchtlinge in Moabit entlasten. „1500 bis 2000 Vorsprachen pro Tag sind im Lageso in der Turmstraße nicht dauerhaft organisierbar“, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Die ZAA liegt auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso). (mehr…)

Streit zwischen Helfern eskaliert

17.08.2015 Morgenpost

Ehreamtliche Helfer werfen den Johannitern schwere Versäumnisse vor. Die widersprechen vehement und sprechen von Desinformation.

Bei der Unterstützung der wartenden Flüchtlinge vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) ist es erneut zu Konflikten zwischen ehrenamtlichen und professionellen Helfern gekommen. (mehr…)

Bürgermeister: „Die Stimmung gegenüber Flüchtlingen kann kippen“

17.08.2015 Berliner Zeitung

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht Berlin in der Pflicht, Flüchtlingen zu helfen. Schließlich sei die Stadt selbst nach dem Krieg auf Solidarität angewiesen gewesen, sagte er der Berliner Zeitung im Interview. Doch zugleich warnt er davor, dass die Stimmung in der Stadt kippen könnte.

Am vorigen Dienstag legte der Senat sein Konzept vor, wie Berlin künftig Flüchtlinge versorgen soll. Der Handlungsplan kam spät: Im Juli meldeten sich 4000 Asylsuchende in der Hauptstadt, mehr als je zuvor. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) glaubt, dass Berlin für lange Zeit das Ziel vieler Flüchtlinge sein wird. Doch er ist optimistisch, dass die Stadt diese Aufgabe bewältigen kann. Und er erinnert die Berliner an ihre historische Verantwortung. (mehr…)

Morgen nach Falkenberg

Seit Ende 2014 versucht die Berliner NPD in Hohenschönhausen mit rassistischen Demonstrationen gegen die Unterbringung von Menschen auf der Flucht im nahen Dorf Falkenberg Stimmung zu machen. Hauptinitiator der rassistischen Aufmärsche ist der NPDler Jens Irgang aus Lichtenberg. Der kontinuierliche antifaschistische Protest und vielfältige Aktionen sorgten dafür, dass die Demonstrationen erst kleiner wurden und später ganz ausfielen. Doch ganz möchte die NPD den Stadtteil Hohenschönhausen nicht aufgeben und ruft am Abend des 18.08.2015 erneut zu einer sogenannten „Bürgerdemo“ auf.

Als Grund dafür nennen sie den „Tag der offenen Tür“ im bald eröffnenden Containerdorf Falkenberg. Die Nazis beklagen, dass bekannte und erkennbar rassistische Personen in der Ankündigung zu diesem Tag ausgeladen werden. Der Aufmarsch ist somit der Versuch, ihre menschenverachtenden Inhalte dennoch zu verbreiten. Um dabei möglichst ungestört zu sein, wurde vorerst nur durch Flyer in Hohenschönhausen mobilisert. (mehr…)

Kundgebung vor dem Eastgate in Berlin-Marzah

Gegen die deutschen Zustände. Den Opfern rassistischer Morde gedenken. Pogrome verhindern
Kundgebung vor dem Eastgate in Berlin-Marzahn (Marzahner Promenade 1A, 12679 Berlin) am 22.08.15, 16 Uhr. Treffpunkt am S Ostkreuz 15.15h, Ausgang Sonntagsstraße

Der 22. August 2015 ist der 35. Jahrestag des Brandanschlages in der Hamburger Halskestraße, bei dem Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân von Rassist_innen ermordet wurden. Zudem ist er der 20. Jahrestag des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen, bei dem das sogenannte Sonnenblumenhaus durch den Mob gestürmt und in Brand gesetzt wurde, so dass die dort untergebrachten vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen und geflüchteten rumänischen Rom_nja am Ende evakuiert werden mussten.
Auch in Marzahn mordeten Rassist_innen: 1992 wurde Nguyễn Van Tu am Brodowiner Ring erstochen, 2008 durfte Cha Dong N. nicht mehr weiterleben, weil Tino W. seinen Ankündigungen “selbst etwas dagegen zu unternehmen, wenn die Behörden schon nichts tun würden” Taten folgen ließ.

Flüchtlinge und Leerstand

Diskussionsveranstaltung in Berlin am 07.09.2015

Laut leerstandsmelder.de stehen in Berlin aktuell 614 Gebäude leer. Gleichzeitig steigt die Zahl der Flüchtlinge, die in Berlin ankommen und dringend untergebracht werden müssen.
Leerstände melden auf leerstandsmelder.de

Seit 11 Jahren stehen die zweigeschossigen Kasernengebäude aus den 1960er Jahren in Osterode am Harz leer. Das wissen wir spätestens, seit Til Schweiger sich via Facebook dafür einsetzt, sie für Flüchtlinge nutzbar zu machen. Aber die meisten Flüchtlinge in Deutschland stranden in Berlin und dort herrscht seit Monaten Chaos bei der Unterbringung. Auch dort stehen – teilweise seit Jahrzehnten – viele Gebäude leer. 614 Einträge meldet leerstandsmelder.de, eine Initiative „Für mehr Transparenz und neue Möglichkeitsräume in der Stadt!“, bei der in mehreren Großstädten Deutschlands jeder selbst Leerstände melden kann. (mehr…)

Mein Mitbewohner, der Flüchtling

15.08.2015 Tagesspiegel

Eine WG in Kreuzberg. Zwei Studenten, dazu ein Mitbewohner aus dem Tschad und einer aus Syrien. Wie lebt es sich mit Menschen, die alles verloren haben – oder nie etwas hatten? Schwierig, sagt unser Autor. Aber er würde es wieder tun. Ein Erfahrungsbericht

Eine Matratze mehr. In diesem Raum wohnen der Syrer Ahmad (links) und Youssouf aus dem Tschad (hinten) zusammen mit unserem Autor und einer Freundin. Youssouf möchte auf Fotos nicht erkennbar sein.Bild vergrößernEine Matratze mehr. In diesem Raum wohnen der Syrer Ahmad (links) und Youssouf aus dem Tschad (hinten) zusammen mit unserem Autor und einer Freundin. Youssouf möchte auf Fotos… (mehr…)

IHK bietet Heim in Westend für Flüchtlinge an

15.08.2015 Morgenpost

Um die Unterbringung von Flüchtlingen und die Nutzung einer Immobilie ist eine Debatte in der Industrie- und Handelskammer (IHK) entbrannt. Der Kammer gehört seit den 60er-Jahren ein Wohnheim an der Reichsstraße in Westend. Dort stehen rund 240 Betten in 60 Zimmern zur Verfügung, in dem Haus übernachten Arbeiter und Studenten. Die Verträge sind monatlich kündbar. Die IHK will das Gebäude seit Längerem verkaufen. Nun fordert der Unternehmer Christoph Huebner, sie solle es dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) anbieten, um dort vorübergehend Asylbewerber einzuquartieren. „Es ist Zeit, dass auch die Industrie- und Handelskammer ihrer Verantwortung gerecht wird“, sagte Huebner, Mitglied der IHK-Vollversammlung und ein Befürworter des Verkaufs. Der werde sich aber noch „über Monate oder Jahre“ hinziehen. (mehr…)

Früheres Rathaus ist jetzt Notunterkunft

14.08. RBB

Erst Anfang der Woche war es zur zukünftigen Flüchtlingsunterkunft erklärt worden – jetzt ist das frühere Rathaus Wilmersdorf schon Schlafplatz für Asylbewerber. Denn die anderen Unterkünfte sind voll belegt. Auf der Suche nach Schlafplätzen machen die Behörden inzwischen auch vor alten Gefängnissen nicht mehr Halt.

Das ehemalige Rathaus Wilmersdorf ist seit Freitagabend als Notunterkunft für Asylbewerber geöffnet. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit. Ursprünglich sollte das Rathaus Wilmersdorf erst Ende August als Flüchtlingsunterkunft eröffnet werden. (mehr…)

BILD: Bizarrer Auftritt in Eisenhüttenstadt

13.08.2015 BILD
Zwei Welten prallen aufeinander
De Maizière bei Flüchtlingen in Eisenhüttenstadt

Am Donnerstag besuchten Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree).

Ab 9 Uhr gingen sie über das Gelände. Begleitet von Fernsehteams und Fotografen gingen sie an den Wohncontainern vorbei, sprachen mit Flüchtlingen und mit dem Leiter der Erstaufnahmestation, Frank Nürnberger. (mehr…)

Senat braucht 36 Grundstücke für Unterkünfte

13.08.2015 Tagesspiegel

Der Senat will bis 2017 in der gesamten Stadt 36 standardisierte Bauten für Flüchtlinge errichten. Bisher stehen erst acht Flächen fest. Die übrigen Grundstücke müssen noch gefunden werden.

Bei der Unterbringung der Flüchtlinge hat sich der Senat ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In den kommenden zwei Jahren sollen an 36 Standorten – verteilt über die gesamte Stadt – sogenannte Modularbauten entstehen. Auf diese Zahl hatte sich die Landesregierung bereits im Januar verständigt. In den Bauten, die anders als die bisherigen Containerdörfer mehr Flexibilität an den jeweiligen Standorten bieten und mehr an die Bedürfnisse verschiedener Flüchtlingsgruppen angepasst werden können, sollen jeweils zwischen 120 und 240 Menschen untergebracht werden. Die Sozialverwaltung, so sieht es das am Dienstag beschlossen Konzept für Flüchtlinge vor, geht von einer durchschnittlichen Belegung mit 200 Menschen aus. 2016 und 2017 sind insgesamt 7200 Plätze geplant. Die Hälfte davon soll bereits im kommenden Jahr realisiert werden. Die Modularbauten fallen damit kleiner aus als die bisher schon geplanten und zum Teil realisierten Containerdörfer, die jeweils rund 600 Menschen ein Obdach bieten. (mehr…)

Was hilft Flüchtlingen wirklich?

13.08.2015 Tagesspiegel

Viele Menschen wollen Flüchtlinge unterstützen – aber was ist sinnvoll? An wen kann man sich wenden? Und was wird gebraucht? Eine Übersicht.

Zurzeit kommen enorm viele Flüchtlinge in Berlin an, und viele Berliner wollen ihnen helfen. Doch noch niemand hat einen Überblick über die vielen Initiativen, die es in der Stadt gibt. Wir haben einige Tipps und Adressen zusammengetragen.

Vor allem für Kinder werden viele Dinge gebraucht
Welche Sachspenden gebraucht werden, kann man nicht generell für ganz Berlin und alle Einrichtungen sagen. Aber die Stadtmission weiß wie so oft genau Bescheid. Laut Sprecherin Ortrud Wohlwend freut man sich über Kinderwagen, Kinderkleidung, Babywäsche, abwaschbare Spielsachen, Malstifte, Papier, Bastelsachen und Kinderscheren. Das gilt auch für Sommerkleidung, hier freuen sich die Kinder über bunte T-Shirts oder Shorts. „Also alles, womit man auch den eigenen Kindern eine Freude machen würde. Und wenn die Kinder glücklich sind, sind die Eltern angekommen.“ (mehr…)

BZ: “Moabit hilft” sauer auf LaGeSo-Leitung

13.8.15 BZ

Zwischen den freiwilligen Helfern und der LaGeSo-Leitung gab es zwischenzeitlich Unstimmigkeiten. Ein klärendes Gespräch brachte schließlich Entspannung.

Die Ehrenamtlichen der Initiative „Moabit hilft” stellen Behörden und Senat ein Ultimatum Wenn bis Freitag nicht ihre grundlegendsten Forderungen erfüllt seien, stellten sie ihre Arbeit vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) ein, sagte deren Sprecherin Diana Henniges am Donnerstag. „Seit sechs Tagen ackern wir hier auf dem Gelände, um die stundenlang wartenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Und nicht einmal ist jemand von der Behördenleitung bei uns vorbeigekommen”, kritisierte Hennigsen. (mehr…)

B.Z.: Wie die Helden von Karlshorst Flüchtlingen helfen

12.08.15 BZ

Sie tragen tütenweise Essen auf den Hof, laden Spielsachen aus dem Kofferraum ihrer Autos und verteilen es an Flüchtlinge, die oft nur knapp dem Tod entronnen sind. In Karlshorst werden die Fremden mit offenen Armen empfangen. Danke, ihr Karlshorster Helden!

Seit Freitagabend wird das ehemalige Telekom-Gelände an der Köpenicker Allee von Flüchtlingen bewohnt. Mittlerweile sind es 602 Menschen, die hier Unterschlupf gefunden haben. Täglich kommen weitere hinzu. Sie wohnen in früheren Bürotürmen, teilweise stehen bis zu acht Betten in einem Zimmer. (mehr…)

Das Sofortprogramm des Senats

11.08.2015 RBB

Mehr als 30.000 Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Berlin, schon jetzt bricht die Verwaltung fast zusammen. Der Senat reagiert: mit mehr Unterkünften, mehr Personal und mehr Geld. Der Regierende Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik, das alles käme zu spät – und kündigt an, dass die Situation noch schwieriger werden könnte.

Das Wichtigste im Überblick
- Der Senat richtet einen Koordinierungsstab ein, der alle künftigen Maßnahmen bündelt. Er soll gezielt Personal aus den Behörden rekrutieren und weitreichende Kompetenzen erhalten – und zur Not auch über die Bezirke hinweg entscheiden.
- Für Sofortmaßnahmen stehen drei Millionen Euro bereit, unter anderem für die Betreuung von Flüchtlingskindern.
- Der Senat sucht händeringend Mitarbeiter für das Landesamt für Gesundheit und Soziales, das 200 zusätzliche Stellen bekommt. Selbst Pensionäre könnten reaktiviert werden.
- Der Koordinierungsstab soll schneller Unterkünfte finden; jetzt soll auch die ehemalige Lungenklinik am Wannsee ausgebaut werden.
- Berlin rechnet mittlerweile mit bis zu 35.000 Flüchtlingen in diesem Jahr.
- Eine Hotline für ehrenamtliche Helfer: 030 390 88 399 (mehr…)

Ausgerechnet Mario Czaja

11.8.15 ND

Als in der vergangenen Woche die Bilder von den in der Gluthitze von Moabit wartenden Flüchtlingen über die Bildschirme der Republik flimmerten, weilte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) im Urlaub. Sein einziger öffentlicher Vorschlag zur humanitären Krise: Asylsuchende sollte man doch in ostdeutschen Kasernen unterbringen – weit weg von Berlin. (mehr…)

Das Containerdorf in Lichterfelde

10.08.2015 Morgenpost
Das etwas andere Containerdorf in Berlin

In Lichterfelde eröffnet eine Flüchtlingsunterkunft, in der Menschen untergebracht werden, die als besonders schutzbedürftig gelten.

Sechs Containerdörfer für Flüchtlinge hat der Senat in den vergangenen Monaten errichten lassen. Als letztes soll Ende August die Unterkunft am Ostpreußendamm in Lichterfelde im Bezirk Steglitz-Zehlendorf eröffnet werden. Die Containerdörfer wurden viel gescholten – bevor sie gebaut wurden. Man könne Menschen doch nicht in Blechbüchsen zusammenpferchen, hieß es. Doch viele Kritiker revidierten ihr Urteil, nachdem sie ein solches Heim einmal von innen gesehen hatten. Das wird insbesondere am Ostpreußendamm auch so sein, denn dieses Containerdorf ist anders als die anderen. Davon können sich die Berliner selbst überzeugen, beim Tag der offenen Tür am 30. August. (mehr…)

Situation am Lageso entspannt sich.. vorerst

8.8.15 Tagesspiegel

150 Flüchtlinge kommen in Karlshorst unter, 50 in einer Moschee in Moabit, die restlichen in der Traglufthalle. Sie alle sind erschöpft, die Hilfe reißt nicht ab.

Nach dem unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Helfer vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin-Moabit und der Krisensitzung der Fraktionen im Abgeordnetenhaus sind am Freitagabend fast alle vor dem Lageso campierenden Flüchtlinge in Unterkünfte gebracht worden. Wie die Sprecherin des Hilfsvereins „Moabit hilft“, Diana Henniges, dem Tagesspiegel bestätigte, wurden die Menschen zum großen Teil mit Bussen der BVG in eine Flüchtlingsunterkunft an der Köpenicker Straße gebracht. In Karlshorst war erst diese Woche über die Errichtung einer neuen Unterkunft diskutiert worden. (mehr…)

Czaja: „Es gibt keine weiteren brauchbaren Kasernen“

8.8.15 Tagesspiegel

Mehr Flüchtlinge sollen nach Brandenburg. Doch dort steht gar nicht so viel leer, wie Berliner Politiker wie Sozialsenator Mario Czaja (CDU) behaupten.

Die Idee hatte zunächst Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), nun setzt Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU) nach: Neu in Deutschland ankommende Flüchtlinge sollten künftig für die Erstaufnahmen eher in den Kasernen in den neuen Bundesländern als in Berlin und den alten Bundesländern untergebracht werden. Czaja nannte das bisherige Quotensystem, bei dem Flüchtlinge nach dem Steueraufkommen und der Einwohnerzahl der Bundesländer verteilt werden, angesichts der dramatischen Lage nicht mehr zeitgemäß. (mehr…)

Wirtschaftwunder: Die Traglufthalle

6.8. BZ: Berliner Firma baut Luft-Hallen für Flüchtlinge

Eine Berliner Firma stellt mobile Traglufthallen her. Zwei stehen auch als Flüchtlings-Unterkunft in Moabit. B.Z. erklärt, wie sie funktionieren und was sie kosten.

Sie sind eine schnelle Lösung für die Aufnahme von Asylbewerbern: mobile Traglufthallen. Auch in Moabit sind schon zwei im Einsatz.
Die Berliner Firma Paranet mit Produktionssitz in Augsburg hat sich auf ihre Herstellung spezialisiert. Mit dem neuen Zustrom von Flüchtlingen kann sich die bayrische Firma vor Aufträgen kaum noch retten.
„Früher wurden wir vor allem für Sporthallen und Bäder gebucht, jetzt für Notunterkünfte“, sagt Paranet-Chef Jürgen Wowra (52), der von Bayern nach Berlin gezogen ist. „Wir freuen uns, schnell helfen zu können.“
Die Materialien für eine Halle passen auf zwei Laster. Wowra versichert: „Unsere Hallen sind sicher gegen Stürme und gegen Schneelasten.“ Auch die Paranet-Hallen an der Kruppstraße in Moabit: 72 mal 25 Meter und 36 mal 18 Meter. Die große der beiden Einrichtungen ist nicht nur eine Schlafstätte. Hier gibt es auch Sitzecken, Malwände und die Essensversorgung.
Die kleinere Version ist für Mütter mit Kindern zum Schlafen gedacht. Eine mobile Halle kostet ab 10.000 Euro Miete im Monat. Mobiliar und Verpflegung kommen noch hinzu. Kosten, die das Land Berlin trägt.
Ein aktueller Nachteil der mobilen Hallen: Die Außentemperaturen lassen das Thermometer im Sommer drinnen auf mehr als 30 Grad steigen. Eine Kühlanlage würde zusätzliche Kosten verursachen. Sie ist aber nicht vom Berliner Senat geordert worden. Bis Anfang 2016 sollen die Hallen hier noch weiter in Betrieb bleiben.
Aktuell werden 20 weitere Hallen produziert und bald in ganz Deutschland aufgebaut.

http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/berliner-firma-baut-luft-hallen-fuer-fluechtlinge#

Lageso völlig überfordert

6.8.15 Berliner Zeitung
Aufnahmestelle für Flüchtlinge völlig überfordert

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales ist die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin. Doch den derzeitigen Flüchtlingszahlen ist die Behörde nicht gewachsen. Hunderte Menschen warten vor dem Gebäude in der Hitze, bislang wurden sie nicht einmal ausreichend mit Wasser versorgt. (mehr…)

Karlshorst: Erste Flüchtlinge ziehen am Wochenende in neue Unterkunft

5.8.15 BEZIRKS JOURNAL

Ein früheres Bürogebäude der Deutschen Telekom wird bereits am Wochenende zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet. Sonnabend werden die ersten Bewohner erwartet. „Stück für Stück soll die Einrichtung zu einer Gemeinschaftsunterkunft hergerichtet werden“, sagte Berlins Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle (CDU) am Mittwochabend auf einer eilig einberufenen Anwohnerversammlung. Anfangs sollen an der Köpenicker Allee 146 rund 300 Geflüchtete einziehen. Befürchtungen von Anwohnern, dass die Zahl sogar bis auf 1.000 steigen kann, dementiert niemand auf dem Podium. Von Marcel Gäding.

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Flüchtlinge in Parkhotel Kaulsdorf untergebracht

Im ehemaligen Parkhotel Kaulsdorf sind rund 40 Flüchtlinge untergebracht. Es handelt sich nicht um eine vom Land Berlin betriebene Flüchtlingseinrichtung, sondern um eine Vereinbarung zwischen dem Betreiber und den einzelnen Flüchtlingen. Diese können sich mit einem vom Landesamt für Gesundheit und Soziales ausgestellten Gutschein eigenständig eine Unterbringung suchen. Auf der Basis des Gutscheins rechnet der private Betreiber mit dem Landesamt die Unterbringungskosten ab. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist bei der Unterbringung nicht beteiligt, prüft aber die Unterbringungsbedingungen im Parkhotel Kaulsdorf auf Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

https://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.349008.php

Sonderlager für Flüchtlinge aus angeblich sicheren Herkunftsländern geplant

Sehr geehrte Frau Özoguz,

In einem Gespräch im NDR Kulturradio am 29.07.2015 äußern Sie Zustimmung zum Vorschlag der CSU, Asylsuchende nach der Herkunft zu sortieren und Asylsuchende aus angeblich „sicheren Herkunftsstaaten“ in Sonderlagern unterzubringen. Das solle Flüchtlingen „aus verschiedenen Balkanstaaten“, die nach der derzeitigen Rechtslage keine Chance auf Asyl hätten, klar machen: „Ihr habt eigentlich keine Chance bei uns, es gibt für euch eine ganz spezielle erste Erstaufnahmeeinrichtung.“ Sie sagen, das sei in Ihren Augen „ein Stück Ehrlichkeit“ (ndr.de 29.07.2015). (mehr…)

Brandenburg: Jugendherbergen und Bundeswehr wollen Flüchtlingen helfen

2.8.15 RBB

Angesichts der steigenden Zahl von Flüchtlingen erhält Brandenburg von der Bundeswehr Zelte für deren Unterbringung. Und auch in Berlin fehlt es an ausreichend Kapazitäten, so dass nun das Jugendherbergswerk plant, eine Einrichtung komplett für Flüchtlinge freizuhalten. (mehr…)

Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung in Kraft

Ein wenig Licht und jede Menge Schatten

Das Ausweisungsrecht wird erst am 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Nach mehrjährigem Vorlauf ist das Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung am 01.08.2015 – mit Ausnahme der Ausweisungsvorschriften- in Kraft getreten. Bei der Vorstellung des Gesetzes formulierte Innenminister De Maizière dessen Zielsetzung unmissverständlich: „Das Gesetz enthält zwei klare Botschaften: Bleiberecht für gut integrierte und rechtstreue Ausländer einerseits und Aufenthaltsbeendigung für diejenigen, die nicht schutzbedürftig sind, andererseits“. Die Härte gegenüber letzterer Gruppe sei seiner Ansicht nach nötig, um „die Zustimmung zur Zuwanderung und der Aufnahme von Schutzbedürftigen in Deutschland zu sichern“. Dieser Argumentation entsprechend enthält das Gesetz einige Erleichterungen für bestimmte Gruppen von Langzeitgeduldeten sowie zahlreiche Verschärfungen, die die Beendigung des Aufenthalts von abgelehnten Asylbewerber/innen, insbesondere jenen aus den sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“, erleichtern sollen. (mehr…)