BZ: “Moabit hilft” sauer auf LaGeSo-Leitung

13.8.15 BZ

Zwischen den freiwilligen Helfern und der LaGeSo-Leitung gab es zwischenzeitlich Unstimmigkeiten. Ein klärendes Gespräch brachte schließlich Entspannung.

Die Ehrenamtlichen der Initiative „Moabit hilft” stellen Behörden und Senat ein Ultimatum Wenn bis Freitag nicht ihre grundlegendsten Forderungen erfüllt seien, stellten sie ihre Arbeit vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) ein, sagte deren Sprecherin Diana Henniges am Donnerstag. „Seit sechs Tagen ackern wir hier auf dem Gelände, um die stundenlang wartenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Und nicht einmal ist jemand von der Behördenleitung bei uns vorbeigekommen”, kritisierte Hennigsen.

Die Ehrenamtlichen wollten nicht länger Bittsteller sein und um jede Unterstützung ihrer Arbeit betteln müssen, betonte die Sprecherin. „Wir fordern Gespräche und Zusammenarbeit mit dem LaGeSo und den caritativen Trägern auf Augenhöhe.” Sie bräuchten Räume, Regale und Tische, um ihre Arbeit zu organisieren. Vor allem aber müssten die Ämter für Gesundheit oder Jugend auf dem Gelände präsent sein und die Arbeit leisten, die jetzt die Ehrenamtlichen leisteten, forderte Henniges.

Es gebe durch das stundenlange Anstehen und Warten in der Sommerhitze immer mehr lebensbedrohliche Situationen für die Flüchtlinge wie eine Blutvergiftung, Diabetes- und Nierenpatienten ohne Medikamente und schwangere Frauen ohne Versorgung. „Kein Arzt ist vor Ort. Wir Ehrenamtlichen können doch nicht die notwendige Arbeit der Hauptamtlichen leisten”, sagte die Sprecherin. „Ein „Danke” für unsere Arbeit haben wir bis heute weder vom LaGeSo noch vom Senat gehört.”

Am Donnerstagabend entspannte sich die Situation schließlich ein wenig. Wir haben die Situation ein wenig befrieden können”, sagte die Sprecherin der Ehrenamtlichen der Initiative „Moabit hilft”, Diana Henniges, am Donnerstagabend nach einem Gespräch mit der LaGeSo-Leitung. Als wichtigste Zusage wertete sie, dass medizinische Versorgung zugesagt wurde. Künftig werde ein Arzt samt Assistenz und medizinischem Equipment für die Flüchtlinge da sein.

http://www.bz-berlin.de/berlin/moabit-hilft-stellt-senat-ultimatum-zur-fluechtlingsarbeit