CDU fordert Lageso-Außenstelle im Flughafen Tempelhof

21.08.2015 Bild

Flüchtlings-Schlangen in der Turmstraße vor der Moabiter Erstaufnahmestelle, gähnende Leere im Ex-Flughafen. Es könnte die Lösung eines drängenden Problems sein! Denn Berlin braucht Abfertigungsschalter für die vielen Menschen.
„Es haben am Freitag Begehungen durch das Lageso in Tempelhof stattgefunden“, bestätigt Holger Lippmann (51) von der Projekt GmbH. Denn die über 20 Schalter sind in der Abfertigungshalle noch vorhanden.

Nach neuen Berechnungen werden in diesem Jahr 42 000 Flüchtlinge erwartet. „Wir wollen die Situation entzerren“, sagt Monika Hebbinghaus (43), Sprecherin der Sozialbehörde.
Ein anderes Schalter-Objekt im Visier von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (57, SPD): die ehemalige Landesbank Berlin (LBB) in der Bundesallee (Wilmersdorf).
Der zehnstöckige Bau steht leer, wird zwangsversteigert. Im Erdgeschoss der früheren Sparkassenzentrale würden sich ehemalige Bankschalter gut zur Registrierung eignen
In Tempelhof ist die Umnutzung der großen Halle (100 mal 50 Meter) nicht ganz so einfach. Es könnte Probleme mit Fluchtwegen geben, vor allem aber sind Halle und Hangars für Events vermietet. Möglicher Einnahmeausfall: 5 Millionen Euro/Jahr.
Projekt-Manager Lippmann: „Wir prüfen auch andere Gebäudeteile. So gibt es am Tempelhofer Damm noch die frühere Anlaufstelle für DDR-Flüchtlinge.“

► Die Bezirke sollen dem Lageso jetzt auch ihre Notfallgüter bereitstellen. „Die Ausstattung neuer Einrichtungen für Flüchtlinge ist wichtig, die Leute können ja nicht auf dem nackten Boden schlafen“, sagt Neuköllns Sozialstadtrat Falko Liecke (42, CDU).

„Trotzdem brauchen wir für unvorhergesehene Unfälle oder Brände Notbetten, Wäsche, Geschirr. Die Notlager dürfen nicht völlig geräumt werden.“

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