Archiv für Oktober 2015

Kältehilfe-Saison startet: Sorge um Flüchtlinge

30.10.15 Morgenpost

Schon in den vergangenen Jahren reichten die Schlafplätze in Berlin nicht aus. In diesem Jahr kommen auch Flüchtlinge. Es könnte Konflikte geben.

Obdachlose, manche mit Kindern, und nun noch hilfesuchende Flüchtlinge: Die Organisatoren der Berliner Kältehilfe befürchten für den kommenden Winter stärkere Konkurrenz um Notübernachtungsplätze. Dadurch könne es zu „großen Problemen und Auseinandersetzungen in und vor den Einrichtungen der Kältehilfe“ kommen, sagte Caritas-Direktorin Ulrike Kostka am Freitag. (mehr…)

Berlins Regierender Bürgermeister warnt vor Steuererhöhungen

31.10.15 Morgenpost
Der Berliner Senat hat noch genug Geld für die Versorgung und Unterbringung der vielen Flüchtlinge. Doch das kann sich bald ändern.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) muss in diesen Tagen viele Sorgen zerstreuen. Wird es angesichts der Flüchtlingskrise und der enormen Kosten überhaupt noch Geld für andere Zwecke geben? Müller nutzte ein Interview im RBB-Sender 88,8 für ein Versprechen: Berlin werde andere Investitionen nicht vernachlässigen, sagte er. Berlin könne die Zusatzkosten stemmen und trotzdem Geld in Schulen und Infrastruktur stecken. „Wir haben tatsächlich im Moment die Luft, viele Dinge bezahlen zu können, ohne zu kürzen oder Steuern zu erhöhen“, sagte Müller auch mit Blick auf die bundesweite Situation. Berlin profitiere von den Sparanstrengungen der vergangenen Jahre. (mehr…)

B.Z.: Wie Vermieter in Berlin Flüchtlinge abzocken

28.10.15 B.Z.

Das Lageso zahlt für die Unterbringung von Flüchtlingen bis zu 50 Euro pro Person und Nacht. Skrupellose Vermieter nutzen das aus. B.Z. traf einen von ihnen in Neukölln.

Schon wieder so ein mieses Geschäft mit den Ärmsten: Am Lageso kleben die Abzock-Vermieter ihre Flyer. Angeblich bieten sie Flüchtlingen ohne Dach über dem Kopf einen Platz in einer Notunterkunft an. Die B.Z.-Reporter haben den Test gemacht: Hilfe sieht wohl anders aus. (mehr…)

Landgraf Schröter will Hennigsdorfer Gutschein-Modell in ganz Brandenburg

28.10.15 RBB
Berlin und Brandenburg prüfen Sachleistungen für Flüchtlinge

Asylbewerber sollen in einigen Bundesländern weiterhin Taschengeld in bar ausgezahlt bekommen. Eine Umstellung auf Einkaufsgutscheine ist vielen zu bürokratisch. Berlin und Brandenburg prüfen noch, wie sie sich künftig verhalten, geben sich aber skeptisch angesichts des hohen Verwaltungsaufwands. Einzig Bayern hat sich klar entschieden. (mehr…)

B.Z.: Wie Vermieter in Berlin Flüchtlinge abzocken

28.10.15 B.Z.

Das Lageso zahlt für die Unterbringung von Flüchtlingen bis zu 50 Euro pro Person und Nacht. Skrupellose Vermieter nutzen das aus. B.Z. traf einen von ihnen in Neukölln.

Schon wieder so ein mieses Geschäft mit den Ärmsten: Am Lageso kleben die Abzock-Vermieter ihre Flyer. Angeblich bieten sie Flüchtlingen ohne Dach über dem Kopf einen Platz in einer Notunterkunft an. Die B.Z.-Reporter haben den Test gemacht: Hilfe sieht wohl anders aus. (mehr…)

Kleingärten für Flüchtlinge ungeeignet

26.10.15 RBB

Rund 75.000 Kleingärten gibt es in ganz Berlin, einige Nutzer wohnen dauerhaft darin. Viel Platz also, der bei der Unterkunft von Flüchtlingen helfen könnte. Solchen Planspielen hat der Präsident des Gartenfreunde eine Absage erteilt. Die Lauben seien nicht winterfest und die DDR-Altverträge lassen wohl keine Neunutzung zu.

Die Berliner Kleingärten sind nicht als Unterkunft für Flüchtlinge nutzbar. Das teilte der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde, Günter Landgraf, am Montag auf Anfrage mit. Das sei nicht machbar. Die Lauben seien nicht winterfest. (mehr…)

Berlin braucht mehr als 20.000 Wohnungen für Flüchtlinge

26.10.15 Berliner Zeitung

Eine Studie des Pestel-Instituts zeigt, dass Berlin für die Unterbringung von Flüchtlingen mehr als 20.000 Wohnungen benötigt. Um eine Wohnungskrise zu vermeiden, müssten mehr als siebenmal so viele Wohnungen gebaut werden wie es derzeit geschehe.

Berlin braucht einer Studie zufolge mehr als 20.000 Wohnungen für die in diesem Jahr ankommenden Flüchtlinge. Der Bedarf in der Hauptstadt steige auf mehr als 50.000, im vergangenen Jahr seien aber weniger als 7000 Wohnungen gebaut worden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Analyse des Pestel-Instituts.

Vor allem Sozialwohnungen fehlen
Um eine Wohnungskrise zu vermeiden, müssten mehr als siebenmal so viele Wohnungen gebaut werden wie es derzeit geschehe. Vor allem fehlten Sozialwohnungen. Die Analyse wurde von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und mehreren Verbänden der Baubranche in Auftrag gegeben. Das Institut geht davon aus, dass Berlin in diesem Jahr rund 50.500 Flüchtlinge aufnimmt.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/studie-zum-wohnungsbau-berlin-braucht-mehr-als-20-000-wohnungen-fuer-fluechtlinge,10809148,32261144.html

Exklusiv: Link zur Studie http://www.impulse-fuer-den-wohnungsbau.de/w/files/meldungen/kurzstudie-sozialer-wohnungsbau-und-wohnungsbedarf.pdf

Die ersten Flüchtlinge sind im Flughafen Tempelhof angekommen

25.10.15 Berliner Zeitung

Jetzt dient auch der Hangar 1 im ehemaligen Flughafen Tempelhof als Notunterkunft für Flüchtlinge. Der Senat sieht keine andere Möglichkeit mehr, die täglich in Berlin ankommenden Flüchtlinge unterzubringen. Bis zu 1000 Plätze soll es in der früheren Flugzeughalle in Tempelhof geben.

Die weißen Zelte stehen in vier Reihen, insgesamt füllen 55 Exemplare den Hangar 1 des einstigen Flughafens Tempelhof. Bundeswehrsoldaten sind auch am Sonntag damit beschäftigt, hölzerne Doppelstockbetten zusammenzuschrauben und jeweils sechs in ein Zelt zu stellen. Die Matratzen mit blauem Stoffbezug liegen noch auf einem Haufen an einer Wand, dazwischen weiße Decken und Kopfkissen. (mehr…)

BZ fragt zwei Ex-Bürgermeister: Soll wegen der Flüchtlinge der Notstand ausgerufen werden?

24.10.15 BZ
Muss der Senat wegen der Flüchtlingskrise in Berlin den Notstand ausrufen? Die früheren Bürgermeister Eberhard Diepgen und Walter Momper kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Walter Momper: Nein, die Lage wird sich beruhigen
Überhaupt gar nicht. Nur weil eine Behörde erheblich überlastet ist, brauchen wir in Berlin nicht gleich den Notstand auszurufen. (mehr…)

Czaja: Sporthallen bleiben weiter Flüchtlingsunterkünfte

23.10.15 Morgenpost
Sporthallen bleiben weiter Flüchtlingsunterkünfte

Mario Czaja will große Industriehallen für Asylbewerber nutzen. Diese Hallen seien wichtiger als das ICC oder Hangars in Tempelhof.

Der Senat schließt nicht aus, dass die Sporthallen, die derzeit mit Flüchtlingen belegt sind, bis zum kommenden Frühjahr für deren Unterbringung genutzt werden. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hatte bereits nach der Senatssitzung am Dienstag erklärt, die ersten Modularbauten, die unter der Regie der Landesregierung zur Unterbringung von Asylbewerbern errichtet werden, sollen im Frühjahr bezugsfertig sein. Dann, so Kollatz-Ahnen, könnten Notunterkünfte wie zum Beispiel Turnhallen schrittweise aufgegeben werden.
(mehr…)

Wo Flüchtlinge wohnen

23.10.2015 Tagesspiegel
Inzwischen dürften 27000 Asylbewerber in Berlin in Sammelunterkünften leben. Überall in Berlin sind neue Heime entstanden.


Die Zahl der Heime und Notunterkünfte für Flüchtlinge in den einzelnen Bezirken. – Tsp

Die gleichen Fragen – seit Jahren: Wo sollen die Flüchtlinge wohnen? Eignet sich dieses oder jenes Gebäude? Und wem gehört es eigentlich? Spätestens seit 2012 wird in Berlin um die Verteilung der Flüchtlinge gestritten – inzwischen sind mehr Asylbewerber in der Stadt angekommen als je zuvor in den vergangenen Jahrzehnten. (mehr…)

Moabit hilft weigert sich

22.10.2015 Süddeutsche
„Das ist eine Farce“

Das Bündnis „Moabit hilft“ koordiniert seit Monaten vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) medizinische Ersthilfe für Flüchtlinge, verteilt Kleidung und Essen.
Eine Einladung zu einem Empfang im Roten Rathaus mit Sozialsenator Mario Czaja und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller lehnt „Moabit hilft“ ab.
Sprecherin Diana Henniges verweist als Begründung auf die katastrophale Lage vor dem Lageso.

SZ: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller lädt ehrenamtliche Flüchtlingshelfer zum Empfang ins Rote Rathaus. „Moabit hilft“ will nicht kommen – warum? (mehr…)

Immobiliengeschäfte mit der Angst vor Flüchtlingen

22.10.15 Die Welt

„Achtung, Ihre Eigentumswohnung ist bald nur die Hälfte wert, verkaufen Sie schnell – Flüchtlinge ziehen in Ihre Nachbarschaft!“ So wirbt ein Makler in Berlin und handelt sich großen Ärger ein.

Wilmersdorf ist ein ruhiger, gutbürgerlicher Berliner Stadtteil, eine beliebte Wohngegend. Vor einer Woche wurde dort in der Bundesallee in einem leer stehenden Sparkassengebäude eine Registrierungsstelle für Flüchtlinge eröffnet. Sie wurde dringend benötigt, denn sie soll das überlaufene Lageso (Landesamt für Gesundheit und Soziales) in Moabit entlasten.
Den Anwohnern in Wilmersdorf flatterte jetzt ein Schreiben eines Maklers in die Briefkästen. Auf dem Briefkopf steht die Immobilienfirma „Stadt und Raum“.

Makler Uwe Fenner schreibt: „Sehr geehrte Eigentümer … Was denken Sie, was Ihre Wohnung noch wert ist – in einem halben Jahr.“ „Wir wollen hier keinen einzigen Flüchtling diskriminieren“, heißt es. Nun ist bekannt, wie solche Sätze enden. Uwe Fenner schreibt weiter: „… Aber die Nachricht von Gewalttaten in Flüchtlingslagern, von Einbrüchen, Diebstählen und einfach der Nachbarschaft mit vielen, vielen insbesondere jungen Männern, die nichts zu tun haben … Wir wissen einfach, dass sich die Wohnungspreise in der Nachbarschaft solcher Großeinrichtungen im Nu halbieren.“ Er rät jedem Eigentümer jetzt sofort zu verkaufen – natürlich an ihn. (mehr…)

Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz tritt Samstag in Kraft

Die Bundesregierung macht Ernst bei Abschiebungen: Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz soll bereits an diesem Freitag im Bundesgesetzblatt I Nummer 40 auf Seite 1722 verkündet werden und damit in seinen zentralen Teilen am Sonnabend, 24. Oktober, in Kraft treten. Ursprünglich war als Zeitpunkt der Wirksamkeit des Gesetzes der 1. November vorgesehen. Geplant ist, dass bereits zu Beginn der kommenden Woche Abschiebungen von nicht anerkannten Flüchtlingen im größeren Stil erfolgen. In enger Abstimmung zwischen Bund und Ländern wird derzeit an Abschiebungslisten gearbeitet.

Spandau: Einzige Zeltstadt Berlins wird abgebaut

21.10.2015 Tagesspiegel
Die Zeltstadt in Spandau wurde am Mittwoch geräumt. Zuletzt waren hier noch 230 Flüchtlinge untergebracht.

In Berlin werden derzeit keine Flüchtlinge mehr in Zelten untergebracht. Die 71 Zelte auf dem Gelände der ehemaligen Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau konnten jetzt geräumt werden. Wie die Betreibergesellschaft Prisod am Mittwoch mitteilte, konnten die bisherigen Bewohner in einer anderen Unterkunft untergebracht werden. Die 230 Männer seien mit Bussen in ein Flüchtlingsquartier an der Hakenfelder Mertensstraße gebracht worden. Dort war erst am vergangenen Wochenende in einer ehemaligen Fabrikhalle eine Wohnstätte mit 1000 Betten eingerichtet worden. (mehr…)

Flüchtlingsunterbringung seit 2011 in Berlin

19.10.15 Tagesspiegel

Vor vier Jahren kam täglich eine Handvoll Flüchtlinge. Heime fehlten auch damals, Sorgen bereitete die Besetzung des Oranienplatzes. Inzwischen kommen rund 1000 Asylsuchende pro Tag. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen seit 2011.

Die Flüchtlingskrise ist das Thema unser Zeit: Kein Tag, an dem nicht über das Asylrecht, fehlende Unterkünfte, den Arbeitsmarkt oder die Frage nach Kultur und Recht des Landes gesprochen wird. Hier gibt es einen kurzen Überblick, wie sich die Situation in den vergangenen vier Jahren in Berlin entwickelte: von der Oranienplatz-Besetzung in Kreuzberg über die Lageso-Affäre bis hin zur Bildung eines Krisenstabs zur Betreuung der Flüchtlinge.

Dezember 2011

Am Tag kommen oft fünf neue Asylbewerber in Berlin an. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) tritt sein Amt an. Im Nahen Osten gibt es blutige Unruhen, Libyen, Syrien und der Irak drohen zu zerfallen. (mehr…)

Berliner Bezirke: Ärger über ungleiche Verteilung der Flüchtlinge

19.10.15 Berliner Zeitung

Asylsuchende in Berlin sind sehr ungleich über die Bezirke verteilt. Das sorgt für Unmut in den Teilen der Stadt, in denen besonders viele Flüchtlinge untergebracht sind. Das Land will jetzt mehr Unterkünfte in Gewerbegebieten errichten. Eine gerechte Verteilung, so heißt es in der Sozialverwaltung, könne man sich nicht mehr leisten. (mehr…)

Brandenburg baut Hallen für 2000 Flüchtlinge

19.10.15 Berliner Zeitung

Der Ausbau von winterfesten Hallen als Flüchtlingsunterkünfte kommt voran: Am Dienstag sollen die ersten 112 Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) in zwei Leichtbauhallen einziehen, wie Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt am Montag berichtete. Auf dem Gelände an der Unterschleuse werden bis zum Ende der Woche insgesamt sechs Hallen für jeweils 56 Flüchtlinge aufgebaut. Die Hallen sind in 12 Räume aufgeteilt, die jeweils fünf Menschen Platz bieten. Insgesamt sollen in Eisenhüttenstadt, wo sich die Erstaufnahmestelle des Landes befindet, 17 Hallen entstehen. (mehr…)

Abriss in Cottbus und Schwedt wird gestoppt: Flüchtlinge sollen in die Platte ziehen

18.10.15 RBB

Wegen der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen stoppt Brandenburg den Abriss von leerstehenden Plattenbauten in Schwedt und Cottbus. Die Wohnungen sollen mit dem Geld, das für den Abriss vorgesehen war, saniert werden. In Eisenhüttenstadt werden derzeit außerdem winterfeste Hallen für die Unterbringung der Flüchtlinge errichtet.

Angesichts sinkender Temperaturen arbeiten Land und Stadtverwaltungen in Brandenburg derzeit daran, winterfeste Unterkünfte für Flüchtlinge vorzubereiten. In Schwedt/Oder (Uckermark) und Cottbus wurde deshalb der Abriss weiterer Plattenbauten gestoppt. In den leerstehenden Wohnungen sollen künftig Flüchtlinge unterkommen, wie Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) auf eine Anfrage mitteilte. (mehr…)

Flüchtlinge werden nicht mehr in Hostels einquartiert

17.10.2015 Morgenpost

Das Lageso will weitere in Berlin ankommende Flüchtlinge nicht mehr in Hostels unterbringen – sondern Unterkünften des Landes.

In Berlin werden keine neuen Hostelgutscheine an Flüchtlinge mehr ausgegeben. Das hat die Senatssozialverwaltung der Berliner Morgenpost am Freitag bestätigt. Allerdings wohnen auch weiterhin Asylbewerber in denjenigen Hostels, mit denen das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) einen Vertrag abgeschlossen hatte. (mehr…)

24.000 neue Wohnplätze für mehr Integration

16.10.2015 Taghesspiegel

Der Senat plant 24.000 Wohnplätze in „modularer Bauweise“ an 60 Standorten in Berlin. Grünenpolitiker setzen sich derweil für weniger Bürokratie im Umgang mit Flüchtlingen ein.

Um die Integration der Flüchtlinge voranzubringen, will der Senat so schnell wie möglich 24 000 Wohnplätze in „modularer Bauweise“ an 60 verschiedenen Standorten errichten. Die ersten drei- bis fünfgeschossigen Module wurden ausgeschrieben. Die Wohnungen würden „quer über die Stadt verteilt“, kündigte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel am Donnerstag an. Möglichst dort, wo die Infrastruktur (Kitas, Schulen) vorhanden sei. (mehr…)

Kleine Anfragen zum Themenkomplex Flüchtlinge und den staatlichen Versäumnissen

Titel: Hostelgutscheine für Flüchtlinge – Funktionsweise, Kosten und Verbesserungspotentiale
Abgeordneter: Költzsch, Dr. Gregor (SPD)
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Titel: Medizinische Erstuntersuchung von Flüchtlingen in Notunterkünften
Abgeordneter: Költzsch, Dr. Gregor (SPD)
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Titel: Freiwillige Flüchtlingshilfe statt staatlich garantierter Leistungen in Berlin
Abgeordnete: Platta, Marion (Die Linke)
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Titel: Unterbringung von Flüchtlingen in Hostels (V): Geschäftemacherei durch die BerlinLux GmbH und die Rolle der berlinovo – Nachfragen zur Drucksache 17/16705

Abgeordnete: Breitenbach, Elke (Die Linke)
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Titel: Unterstützung des LAGeSo bei der Flüchtlingsaufnahme – Mitarbeiter*innen aus anderen Verwaltungen und Betrieben
Abgeordnete: Schmidt, Dr. Manuela (Die Linke)
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Reinickendorf sperrt sich gegen Flüchtlingslager

14.10.15 Berliner Zeitung
In einer früheren Fabrik an der Hennigsdorfer Straße in Reinickendorf sollen rund 1000 Asylsuchende unterkommen. Doch Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) tritt auf die Bremse. Die Anwohner hätten Vorbehalte gegen das Projekt.

Auf dem Gelände ist weit und breit niemand zu sehen. Nur ein junger Mann kehrt Laub zusammen. Regelmäßig werde das Areal gereinigt und würden Reparaturen durchgeführt, sagt er am Mittwoch, und tatsächlich sieht das Gelände so aus, als sei es gerade erst verlassen worden. Das Pförtnerhaus und das schwere Gittertor vor dem Eingang strahlen in kräftigem Blau. Selbst der Plattenbau daneben wirkt neu. Ein grüner Kantinenanbau scheint zum Essen einzuladen. Dahinter stehen große Fabrikhallen. (mehr…)

Flüchtlinge kurbeln Berliner Wirtschaft an

12.10.15 Berliner Zeitung
Experten rechnen mit wachsendem Konsum in Berlin.

Die Ökonomen der Investitionsbank Berlin erwarten in den kommenden Jahren ein wachsendes Konsumverhalten in der Hauptstadt. Besonders Tourismus, Zuzug und Flüchtlinge werden für diesen Trend verantwortlich sein.

Die anhaltende Zuwanderung und die steigende Zahl von Asylsuchenden bringen dem Konsum in Berlin auch im nächsten Jahr zusätzlichen Schub. Davon geht die Investitionsbank Berlin aus, die für 2016 von 40.000 Asylsuchenden und Ausgaben von 12. 000 Euro pro Kopf ausgeht. (mehr…)

15.10. Willkommen? All refugees welcome! Demo gegen die Asylrechtsverschärfung

Auf der Flucht vor Krieg, Armut, Gewalt und Verfolgung überwinden tausende Menschen die militarisierten und durch Frontex geschützten Außengrenzen Europas. Kommunen und Länder sind überfordert, Einzelpersonen und Freiwillige engagieren sich, um den Geflüchteten ihre Ankunft zu erleichtern. Deutschland gilt zur Zeit wegen seiner „Willkommenskultur“ als Vorbild und insbesondere Merkel erfährt international Anerkennung für ihre Asylpolitik. Zeitgleich aber plant die Bundesregierung die Verschärfung des Asylrechts und führt jährlich über 10 000 Abschiebungen durch. Wie kann das sein? (mehr…)

Notunterkunft in Seelow: Der Ort, wo niemand hingeht

Im Folgenden, möchten wir über die aktuelle Lage in der Geflüchtetennotunterkunft in Seelow (Brandenburg) berichten. Die Informationen wurden in der letzten Woche durch Gespräche mit den Bewohnern und der Leitung gesammelt. Die Namen einzelner Personen werden bewusst weggelassen, selbst wenn wir mit den betreffenden Akteur*innen nicht einer Meinung sind, so wollen wir ihren Personenschutz immernoch respektieren. (mehr…)

Erst einmal ohne Balkon und Aufzug

8.10.2015 Taz

Es mangelt an Unterkünften für Flüchtlinge, aber auch an Sozialwohnungen für Geringverdiener. Architekten tüfteln an variablen Lösungen.

Das Thema ist heikel: In Deutschland fehlen Tausende geförderte Sozialwohnungen mit bezahlbarer Miete, für Geringverdiener, Kleinrentnerinnen, Hartz-IV-Empfänger und anerkannte Flüchtlinge. Gleichzeitig mangelt es an Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber, die noch im Verfahren stecken. (mehr…)

17.10. Kundgebung von Moabit Hilft!

17. Oktober 2015 – 15.30 Uhr Rotes Rathaus

ES REICHT !!!!

„MOABIT HILFT“ fordert weitreichende Lösungen von den politisch Verantwortlichen für den katastrophalen Zustand am LAGeSo

Entgegen aller Behauptungen und Mutmaßungen durch Politik und Medien organisieren, kochen, sortieren, behandeln, pflegen, bespaßen, informieren, betreuen, begleiten, trösten, transportieren, aktivieren die ehrenamtlichen Unterstützer*innen der Bürgerinitiative „Moabit hilft“ nach wie vor am LAGeSo. Und das oft 15 Stunden am Stück, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche. (mehr…)

600 Millionen Euro für neue Flüchtlingsunterkünfte

4.10.15 Morgenpost
Am Dienstag will Finanzesenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) in der Senatssitzung ein Konzept vorlegen, wie die Unterkünfte finanziert werden sollen. Der Zustrom von Flüchtlingen ist auch eine finanzielle Herausforderung. Wie sie gemeistert werden soll, berät der Senat am Dienstag.
In den kommenden beiden Jahren will der Senat 24.000 weitere Plätze in Unterkünften für Flüchtlinge schaffen. Dafür müssen rund 600 Millionen Euro aufgewendet werden, etwa 25.500 Euro pro Platz. Diese Summe ist ein Erfahrungswert, der sich in der bisherigen Berliner Praxis als realistisch herausgestellt hat. Am Dienstag will Finanzesenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) in der Senatssitzung ein Konzept vorlegen, wie die Unterkünfte finanziert werden sollen. Das hat die Berliner Morgenpost aus Senatskreisen erfahren. (mehr…)

Flüchtlinge schlafen auf der Couch

3.10.15 NTV
Täglich erreichen Flüchtlinge Berlin. Während einige von ihnen in Notunterkünften unterkommen, verschwinden viele in der Obdachlosigkeit. Eine Aktivistengruppe kümmert sich um diejenigen, die in den Statistiken nicht vorkommen.

„Hallo Julia, hier ist Johann von der Schlafplatzorganisation vom O-Platz. Du stehst bei mir noch im Ordner als Person, die noch eine Unterkunft frei hätte.“ Johann sitzt auf einer Parkbank am Berliner Oranienplatz. Es ist kurz vor 18 Uhr. Dunkle Wolken brauen sich über ihm am Himmel zusammen, jeden Moment kann es anfangen zu regnen. Es ist ungemütlich. Auf seinem Schoß liegt eine zerfledderte Mappe mit Adressen. Johann bereitet sich auf seine Schicht vor, telefoniert erste Stammkunden ab, die fast immer eine Unterkunft anbieten. Julia ist eine von ihnen. „Wie viele Kapazitäten hast du denn frei?“ fragt er sie. „Es wird heute Abend bestimmt wieder ein Schlafplatz gebraucht.“ (mehr…)

Zu Besuch in Berlins Containerdörfern

03.10.2015 Tagesspiegel
Sechs Containerviertel sind in Berlin entstanden, das erste vor einem Jahr. Wie geht es Anwohnern? Helfern? Flüchtlingen? Ein Stadtrundfahrt, Heim für Heim.


Containerunterkunft im Allende-Viertel in Köpenick mit dem Team vom IB

Wie Legotürmchen sind seit einem Jahr die Wohncontaineranlagen entstanden. Unter der Leitung der „Task Force Notunterbringung“ des Lageso und deren Leiter Detlef Cwojdzinski wurden an sechs Standorten sogenannte Modulbauten aufgezogen. Fast 43 Millionen Euro wurden investiert. „Wir wollten eine eindeutige Wende bei der Unterbringung der Flüchtlinge herbeiführen. Selber bauen war das Ziel. Dadurch konnten wir auch die Betreiber selbst auswählen“, sagt Cwojdzinski. „Mit diesem Projekt ist das Lageso selbst zur Immobilienverwaltung geworden. Und ich glaube, bis jetzt ist uns das ganz gut gelungen“.
Dabei war die Empörung groß, als Sozialsenator Mario Czaja, CDU, vor einem Jahr die sechs Standorte bekannt gab. Überrumpelt und unvorbereitet fühlten sich Bezirke und Anwohner. Bürger – auch Rechtsradikale – zogen gegen Überfremdung und Asybewerberheime auf die Straße, während Helfer vor eben diesen warnten und schlechte öffentliche Anbindungen für die Flüchtlinge und fehlende Kommunikationsbereitschaft des Senats kritisierten. Der Flüchtlingsrat warnte vor sozialer Segregation.
Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Sechs Menschen aus den Unterkünften erzählen aus sechs verschiedenen Perspektiven von ihren Erfahrungen. (mehr…)

Bundeswehrsoldaten bauen in Messehalle Betten auf

2.10.15: Morgenpost
In Berlin helfen mehr als 130 Bundeswehrsoldaten bei der Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen. Auch der Bettenaufbau gehört dazu.

Mehr als 130 Bundeswehrsoldaten sind zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe in Berlin im Einsatz. Derzeit helfen sie bei der Einrichtung von 1.000 Schlafplätzen in einer Messehalle am Funkturm. „Zusammen mit Berliner Feuerwehrleuten haben sie Doppelstock-Betten in einem Zentrallager im Südosten Berlins abgeholt, verladen und von dort mit vier Lastkraftwagen in die Messehalle nach Charlottenburg transportiert“, das berichtet die Bundeswehr in einer Pressemitteilung. Dort werden die Betten aufgebaut. „Die Zeit drängt“, heißt es weiter, denn die ersten Flüchtlinge werden noch am Freitagabend erwartet. (mehr…)

Erste Flüchtlinge in Berliner Messehalle untergebracht

1.10.15 RBB

Eigentlich sollte die Messehalle 26 in Berlin erst zum Wochenende bezugsfertig sein, doch alle anderen Unterkünfte sind voll: Seit Donnerstagabend wurden etwa 360 Flüchtlinge auf dem Messegelände untergebracht – Platz ist dort für 1.000 Menschen. Auch das ICC und zwei Hangars in Tempelhof werden jetzt als Flüchtlingsunterkünfte hergerichtet.

Auf dem Berliner Messegelände sind am Donnerstagabend die ersten Flüchtlinge eingetroffen, bis Freitagvormittag hatten in der Halle 26 etwa 360 Menschen Platz gefunden. Betreiber der Unterkunft ist der Malteser-Hilfsdienst. (mehr…)