Flüchtlinge kurbeln Berliner Wirtschaft an

12.10.15 Berliner Zeitung
Experten rechnen mit wachsendem Konsum in Berlin.

Die Ökonomen der Investitionsbank Berlin erwarten in den kommenden Jahren ein wachsendes Konsumverhalten in der Hauptstadt. Besonders Tourismus, Zuzug und Flüchtlinge werden für diesen Trend verantwortlich sein.

Die anhaltende Zuwanderung und die steigende Zahl von Asylsuchenden bringen dem Konsum in Berlin auch im nächsten Jahr zusätzlichen Schub. Davon geht die Investitionsbank Berlin aus, die für 2016 von 40.000 Asylsuchenden und Ausgaben von 12. 000 Euro pro Kopf ausgeht.

Hinzu komme der Berlin-Tourismus, wo die Ökonomen für nächstes Jahr mit der Rekordzahl von 32 Millionen Übernachtungen rechnen. „So werden hohe Konsumausgaben in den kommenden Jahren eine starke Stütze der Berliner Konjunktur bleiben“, teilte die Förderbank am Montag mit. Vor allem Handel und Gastgewerbe profitierten von dieser Entwicklung davon.

Arbeitslosenzahlen bleiben problematisch

Allerdings wird die Arbeitslosigkeit nach der Prognose im nächsten Jahr nicht mehr sinken. Denn viele Flüchtlinge, deren Asylantrag dann angenommen worden sein wird, würden dann als Arbeitslose gezählt. Für das laufende Jahr rechnet die Investitionsbank damit, dass das Berliner Bruttoinlandsprodukt um 2,2 Prozent zulegt, womit die Wirtschaft der Hauptstadt wieder über dem bundesweiten Durchschnitt läge.

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