Berliner ICC startet Umbau für Flüchtlinge

3.12.2015 Morgenpost

Noch vor Weihnachten sollen die ersten 500 Flüchtlinge in das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin einziehen.
Berlin. Die Umbauten für die Flüchtlings-Notunterkunft im Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin haben begonnen. Sie sollen in rund drei Wochen beendet werden, sagte Messesprecher Michael Hofer am Donnerstag. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.
Zwischen dem 15. und 18. Dezember sollen die ersten 500 Flüchtlinge einziehen, sagte die Sprecherin der Sozialverwaltung, Regina Kneiding. Dort sollen die Asylbewerber untergebracht werden, die derzeit in der Messehalle 26 leben. Diese muss am 15. Dezember für die Grüne Woche im Januar geräumt werden.

Umbauten kosten über 800.000 Euro
Das ICC ist wegen seiner veralteten Technik und Asbestbelastung seit März 2014 geschlossen. Die Messe muss Strom-, Heizungs- und Belüftungsanlagen sowie den Brandschutz wieder in Betrieb nehmen. Die Umbauten kosten etwa 833.000 Euro, antwortete Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle (CDU) auf eine Parlamentarische Anfrage der Linke-Fraktion.
Danach soll der Saal 2 als Wohnbereich für rund 400 Menschen dienen. Für etwas Privatssphäre sollen Trennwände sorgen. Auf einem ausfahrbaren Rang sind Freizeit- und Aufenthaltsmöglichkeiten geplant.

Kein Tageslicht im Wohnbereich
Diese Räume können nur künstlich beleuchtet werden. Tageslicht wird es nur in einem Familienbereich im fünften Zwischengeschoss geben.
Im dritten Untergeschoss werden die Toiletten- und Duschanlagen reaktiviert, weitere Toiletten gibt es in der Foyerzwischenebene.
Küchen sind dagegen nicht vorgesehen. Ein Caterer wird für die Verpflegung sorgen. Betreiber wird der Malteser Hilfsdienst.

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