Lageso will keine Flüchtlinge im Berliner „Haus der Kirche“

Die evangelische Landeskirche hat dem Land Berlin für eine vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen ein leerstehendes Studentenwohnheim mietfrei angeboten.vNach einer Begehung des vierstöckigen Gebäudes im Stadtteil Charlottenburg an der Goethestraße im Oktober vergangenen Jahres habe das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) das Angebot mit Verweis auf den Bauzustand aber abgelehnt, erklärte ein Sprecher der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Montag in Berlin. Damit reagierte die Landeskirche auf einen Artikel vom Wochenende im „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe), demzufolge im Gebäudekomplex „Haus der Kirche“, zu dem das leerstehende Wohnheim gehört, kein Platz für Flüchtlinge sei.
Zu dem Mitte der 1960er Jahre entstandenen Gebäudeensemble, das unter Denkmalschutz steht, gehört neben dem seit 2012 leerstehenden Studentenwohnheim auch ein belegtes Mietwohnhaus, ein Tagungsgebäude sowie ein Verwaltungsgebäude mit Sitz des Amtes für Kirchliche Dienste. Die Bausubstanz des Wohnheims sei aktuell schwer beschädigt, Wasser- und Stromversorgung außer Betrieb und das Gebäude nicht beheizbar, hieß es weiter. Zudem sei der gesamte Gebäudekomplex sanierungsbedürftig. Dazu soll es auch Gespräche mit dem Denkmalschutz und dem Stadtentwicklungsamt des Bezirks geben. Im übrigen habe die Kirche dem Land Berlin im November 2015 mehrere Flächen zur Nutzung für Flüchtlingsunterkünfte angeboten, hierauf aber bis heute noch keine Rückmeldung erhalten, sagte der Sprecher der Landeskirche weiter.

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