Kontingent „Wohnungen für Flüchtlinge“ nach 3 Jahren fast erfüllt.

Im Bericht des Senats zur „Wohnsituation bedürftiger sozialer Gruppen“ steht, dass der Senat an der Wohnraumversorgung für AsylbewerberInnen statt der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften festhält, wenn auch nicht einhalten kann. Denn die Kostenübernahmen nach SGB II und SGB XII, an denen sich auch die Kostenübernahmen im AsylblG orientieren, sind zu niedrig angesetzt um in Berlin adäquate Wohnungen anzumieten. Deshalb wohnen von den 17.200 (Stand 31.12.2013) AsylbewerberInnen 55 % in Sammelunterkünften und nicht in eigenen Wohnungen. Um mehr Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen wurde der Kooperationsvertrag „Wohnungen für Flüchtlinge“ mit den Wohnungsbaugesellschaften vor nunmehr 3 Jahren geschlossen. Mit 125 Einzimmer und 150 Mehrzimmerwohnungen wollten sich degewo, GESOBAU, GEWOBAG-Verbund, HOWOGE, Stadt und Land sowie WBM an der Unterbringung beteiligen. Die Erfüllungsquote lag bis vor kurzem weit unter 50% und diente den Wohnungsbaugesellschaften eher als Ausrede um Bedürftige gegeneinander auszuspielen. Erst jetzt in den ersten Monaten des Jahres 2014 wurden auf der Grundlage dieses Vertrags 120 Wohnungen für AsylbLG-Berechtigte angeboten (noch nicht vermietet!). Hochgerechnet aufs ganze Jahr könnte die Quote von 275 Wohnungen also erfüllt werden.
Dazu beigetragen hat auch die ausgebaute Unterstützung bei der Wohnungssuche durch das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Die vom Lageso bezahlte Vermittlungsstelle hat seit Beginn des Jahres 351 Personen in Wohnungen vermittelt. Wohnberechtigungsscheine bleiben Asylsuchenden weiterhin verwehrt. Nur Leute bei denen es dauerhafte Abschiebehindernisse gibt, kommen in den Genuss des WBS.


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  1. 1 Fragen und Antworten für Marzahner « Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg Pingback am 17. November 2014 um 13:08 Uhr
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